22. Spieltag in der Fußball-Bundesliga: Schalke träumt, Bremen hofft

22. Spieltag in der Fußball-Bundesliga
Schalke träumt, Bremen hofft

Jetzt oder nie! Beim FC Schalke reifen angesichs von zwölf Spielen ohne Niederlage und sechs Siegen in Folge Träume von der ersten deutschen Meisterschaft seit 49 Jahren. Von drohender Langeweile im Titelkampf ist bisher dennoch selten die Rede. Das gilt erst Recht für die Abstiegsfrage. Neidisch geht der Blick vieler „Kellerkinder“ derzeit nach Mainz.

dpa DÜSSELDORF. Anders als vor zwei Jahren, als der Club die am 25. Spieltag übernommene Führung in beschämender Manier bis zum Saisonende wieder verspielte, wirkt die Mannschaft gefestigt. Siegt sie auch in Wolfsburg, winkt mit dem siebten Sieg in Serie ein Vereinsrekord. „Wir haben ein hohes Maß an Selbstvertrauen. Das haben wir uns erarbeitet“, sagte Trainer Mirko Slomka, der kurz vor der Unterschrift zu einem neuen Zwei-Jahres-Vertrag steht.

Von drohender Langeweile im Titelkampf ist bisher dennoch selten die Rede. Zu groß sind die Zweifel, dass der Revierclub dem Druck gewachsen ist. Vor dem Fernduell am 22. Spieltag mit den Schalkern gab Verfolger Werder Bremen beim überzeugenden Sieg im Uefa-Cup über Ajax Amsterdam ein Lebenszeichen von sich. „International sind wir wieder auf der Höhe. National müssen wir das Samstag zeigen“, sagte Nationalspieler Per Mertesacker voller Hoffnung auf ein weiteres Erfolgserlebnis im Nordderby gegen den Hamburger SV.

An eine leichte Aufgabe gegen das Schlusslicht glaubt jedoch niemand. Denn die Hamburger wittern nach dem Sieg über Dortmund Morgenluft. Zudem ist die monatelange Verletztenmisere überstanden. Nicht zuletzt deshalb warnte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs vor den Stärken des Gegners, gab sich aber im gleichen Atemzug optimistisch: „Ich bin fest davon überzeugt, dass der HSV in der Bundesliga bleibt. Aber natürlich ohne die Punkte aus Bremen.“

Ähnliche Töne kommen aus Schalke. Der Glaube an den Titelgewinn gerät selbst durch Personalsorgen nicht ins Wanken. Die an Grippe erkrankten Kevin Kuranyi und Manuel Neuer hüteten zuletzt das Bett, Marcelo Bordon musste beim Training mit Leistenbeschwerden passen. Angesichts solcher Unwägbarkeiten quittierte Slomka die Gratulation zum Titelgewinn aus München mit einem Lächeln: „Das kann uns nicht beirren. Wir werden den Glauben weiter stärken - ohne rumzuspinnen.“

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