24. Bundesliga-Spieltag: Bayern überrollt Wolfsburg

24. Bundesliga-Spieltag
Bayern überrollt Wolfsburg

Die Wölfe haben den Ligaprimus aus München geärgert und sind früh in Führung gegangen. Doch die Bayern ließen das nicht ungestraft. Als der Rekordmeister das Tempo anzog, wurde der Gastgeber quasi überrollt.
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WolfsburgDie Rekordjagd des FC Bayern München geht dank eines fulminanten Schlussspurts unbeirrt weiter. Auch ein mutiger VfL Wolfsburg konnte den Siegeszug des deutschen Fußballmeisters am Samstag beim 1:6 (1:1) nicht stoppen. Xherdan Shaqiri (26. Minute), Thomas Müller (63./78.), Mario Mandzukic (66./80.) und Franck Ribéry (71.) bescherten den erstmals seit langem wieder richtig geforderten Bayern in der Fußball-Bundesliga den 16. Sieg in Serie. Das war zuvor noch nie einem Team gelungen. Naldo (17.) hatte die Niedersachsen in einem tollen Fußballspiel in Führung gebracht.

Erstmals in der Clubgeschichte blieb der Rekordmeister auch in den ersten 24 Spielen einer Saison ungeschlagen. Danach sah es allerdings lange Zeit nicht unbedingt aus. Das deutliche Ergebnis täuscht über den tatsächlichen Spielverlauf hinweg. Erst durch die eingewechselten Thiago und den früheren Wolfsburger Mandzukic drehte das Team von Trainer Pep Guardiola das Spiel, in dem sie lange Zeit nicht spielbestimmend gewesen waren.

Erstmals nach knapp zehn Minuten erhob sich Guardiola von der Bank und nahm lautstark dirigierend Einfluss auf das Spiel seines Teams. Die Niedersachsen waren bestimmend und versuchten den Rekordmeister mit dessen eigener taktischer Ausrichtung zu beeindrucken: Wolfsburg attackierte enorm früh und kombinierte schnell. Die Führung durch Naldo war der verdiente Lohn für den beherzten Auftakt des VfL, der im Vergleich zum 2:6 in der Vorwoche in Hoffenheim nicht wiederzuerkennen war.

Drei Tage vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Arsenal kamen die Bayern erst ins Spiel, als Wolfsburg etwas nachlässig wurde. Der Ausgleich durch Müller fiel kurios: Im dritten Versuch stocherten die Bayern den Ball über die Linie. Nur wenig später parierte VfL-Keeper Diego Benaglio stark gegen Shaqiri (29.). Gut fünf Minuten später knallte Arjen Robben den Ball nur knapp über das Tor. Erst jetzt nahm auch Guardiola vorübergehend wieder auf der Bank Platz.

Spätestens jetzt war es ein hochklassiges Spiel, weil Wolfsburg dem Rekordmeister mutig die Stirn bot. Maximilian Arnold (38.) und Kevin De Bruyne (45.) nutzten allerdings auch hochklassige Chancen nicht. Die 30 000 Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten, dabei wäre ihnen das Spektakel beinahe verwehrt geblieben. Die Austragung des Spiels hatte wegen eines großflächigen Stromausfalls auf der Kippe gestanden. Am späten Vormittag aber hatte der VfL Grünes Licht gegeben und damit ein Fußball-Fest ermöglicht.

Auch nach dem Wechsel setzte Wolfsburg seinen forschen Auftritt fort. Zeitweise glich das Offensivspiel des VfL einem Powerplay im Eishockey. Allerdings nutzte der VfL seine Chancen nicht, was sich bitter rächte. In der 61. Minute scheiterte Müller bei einem der bis dahin wenigen Münchner Entlastungsangriffe noch aus Nahdistanz. Drei Minuten später besorgte der Nationalstürmer nach feinem Pass des eingewechselten Thiago und Stellungsfehler von Wolfsburgs Naldo die Führung der Gäste, die der ebenfalls eingewechselte Mandzukic an früherer Wirkungsstätte kurz darauf kompromisslos ausbaute (66.).

Erst jetzt gab Wolfsburg seinen Widerstand auf und die Bayern machten den Kantersieg perfekt, der um mindestens drei Tore zu hoch ausfiel. Vor allem aber Müller begeisterte, der Nationalspieler schoss zwei Tore und bereitete den zweiten Treffer von Mandzukic vor.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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