24. Bundesliga-Spieltag
HSV-Notelf mit magerem Remis im Keller

Der Slomka-Effekt scheint nicht vollständig verpufft zu sein. Nachdem der verletzungsgeplagte HSV früh in Rückstand geriet, schoss Calhanoglu die Hanseaten per Elfmeter wieder in die Bahn. Dennoch ist das Remis mager.
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HamburgDie Notelf des Hamburger SV hat im Keller-Duell der Fußball-Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt nur ein mageres 1:1 (0:1) geschafft. Nach der Führung durch den Neu-Frankfurter Alexander Madlung (29.) glich Hakan Calhanoglu (72.) vor 51.191 Zuschauern per Foulelfmeter aus. Mit nun 20 Punkten verpassten es die Norddeutschen, sich etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen.

Ohne zehn verletzte und kranke Profis trat der HSV mit dem letzten Aufgebot gegen die Hessen an. Besonders schmerzlich wurde schon in der Anfangsphase, als die Aktivposten Ivo Ilicevic und Milan Badelj in den gegnerischen Strafraum drängten, Stürmer Pierre-Michel Lasogga (Muskelverhärtung) als Anspielstation vermisst. „Wir vertrauen den Spielern auf dem Platz. Diese Elf ist Bundesliga-tauglich“, hatte HSV-Sportdirektor Oliver Kreutzer vor der Partie im Interview dem Radiosender „NDR 2“ gesagt. Die Bemühungen endeten aber meist an der Strafraumgrenze.

Der Kameruner Nationalstürmer Jacques Zoua war selten anspielbar, und Calhanoglu als hängende Spitze leistete sich in der ersten Halbzeit viele Stockfehler. Gut in die Partie kam Heiko Westermann als Linksverteidiger für den operierten Marcell Jansen (Bänderriss). So prüfte der Verteidiger nach der Chance von Ilicevic (9.) ebenfalls Gäste-Keeper Kevin Trapp, doch der war auf dem Posten. Gepatzt hatte zuvor Frankfurts Abwehrchef Carlos Zambrano, als er den Ball an der Mittellinie verlor.

Auch Interimskapitän René Adler bewahrte den HSV vor einem frühen Rückstand, als er einen Kopfball von Marco Russ (28.) nach einer Ecke über die Latte lenkte. Beim Seitfallzieher von Madlung eine Minute später war der Nationaltorhüter aber machtlos. Die gesamte Abwehr hatte es zuvor versäumt, die brenzlige Situation nach der Ecke von Tranquillo Barnetta vor dem Tor zu klären. Alexander Meier konnte ungehindert auf Madlung köpfen. Der Winterzugang aus Wolfsburg schoss sein erstes Saisontor.

HSV-Coach Mirko Slomka hatte mit der Hereinnahme von Michael Mancienne als neuen Innenverteidiger für Jonathan Tah kein Fortune, der Engländer wirkte äußerst verunsichert. Auch Eintracht-Coach Armin Veh hatte umgestellt und spielte mit Russ vor der Abwehr, aber ohne nominelle Spitze. Die 3500 mitgereisten Anhängern im Volkspark unterstützten die immer stärker werdenden Gäste lautstark. Eine Verunsicherung nach dem verkündeten Abschied ihres Trainers zum Saisonende war ihnen nicht anzumerken. Nach fünf Niederlagen in den jüngsten sechs Liga-Partien auf fremdem Plätzen wollten die Gäste mindestens einen Punkt mitnehmen.

Nach einem Foul von Zambrano an Zoua sorgte Calhanoglu in der Schlussphase zumindest noch für das 1:1 per Elfmeter. Der Ausgleich hatte sich angedeutet, nachdem die Hamburger sauer waren über einen nicht gegebenen Strafstoß in der 66. Minute. Der hereinstürmende Ilicevic kassierte Gelb, doch Zambrano hatte ihn unsanft gebremst. Danach kochte die Stimmung im Volkspark hoch.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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