24. Titel für Bayern München: Der Liga-Überflieger

24. Titel für Bayern München
Der Liga-Überflieger

Bayern lässt die Rekorde purzeln: So viele Stars, so hohe Ausgaben und so erfolgreich wie kein deutscher Klub. Der Meistertitel, den das Starensemble am Abend geholt hat, war zwingend – und aus der Niederlage geboren.
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DüsseldorfDas Werk ist vollbracht, der Drops gelutscht, das Fast Food gegessen: In Rekordgeschwindigkeit hat sich der FC Bayern München einer lästigen Pflicht entledigt und mit dem 3:1-Sieg bei Hertha BSC am Dienstagabend die deutsche Meisterschaft verteidigt. Doch damit hat der Klub nicht einmal die Hälfte der angestrebten Kür erreicht: Denn nichts weniger als die Verteidigung der Titel-Trilogie aus Meisterschaft, Champions League und DFB-Pokal ist der Anspruch von Verein, Spielern und Anhang. Das doppelte Triple wäre ein bislang unerreichter Rekord.

Noch vor zwei Jahren scheiterten die Bayern an ihrem Anspruch. Sie verloren ihr „Finale Dahoam“ gegen den FC Chelsea und das Pokal-Endspiel gegen Borussia Dortmund. Die Beinahe-Erfolge in allen drei Wettbewerben wurden zum Weckruf eines dösenden Riesen.

Der Schmerz über das „Vize-Triple“ 2012 saß tief. „Für alle anderen Klubs wäre es ein toller Erfolg gewesen, für uns war es bitter enttäuschend“, sagt Bayern-Sprecher Markus Hörwick rückblickend. Eine konsternierte, verunsicherte, gedemütigte Mannschaft wurde unsanft aus ihren Titelträumen gerissen – und leckte Blut. Der FCB schlug mit einer so geballten Wucht zurück, dass die deutsche Fußballwelt bis heute erzittert. Und auch den Verein selbst hat diese Wucht verändert.

Ausgangspunkt, so Hörwick, war damals eine „gnadenlose Analyse“: Wie konnte man sich weiter verstärken, wie die fehlenden Prozentpunkte aus den Spielern herauskitzeln? Als direkte Reaktion auf das bittere Ende der Saison 2012 verteidigte der FCB auch bei den Transferausgaben seine Stellung als unangefochtener deutscher Rekordmeister. In der Sommerpause ging München für 70 Millionen Euro einkaufen.

Mehr als die Hälfte, genau genommen 40 Millionen, gingen dabei für einen einzigen Spieler drauf: Javi Martínez, der teuerste Transfer der Bundesliga-Geschichte. Weitere Personaltransfers in der Saisonpause 2012 erwiesen sich als wichtige Bausteine für die aktuelle Meistermannschaft: Stürmer Mario Mandžukić, Verteidiger Dante, Mittelfeld-Ass Shaqiri. Unter der Führung von Jupp Heynckes erreichte das Team in der Saison 2012/2013 einen neuen Punkterekord und gewann als erster deutscher Verein das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League.

Die Bayern arbeiteten nach bewährten Muster, nämlich der massiven Investition in den Spielerkader nach einem für bayerische Verhältnisse erfolglosen Jahr. Wenn es schlecht läuft, wird besonders viel Geld ausgegeben: Nach der Meisterschaft des VfB Stuttgart 2007 hatte Bayern 88 Millionen ausgegeben und seine Titel zurückerobert. Nach der Meisterschaft des VfL Wolfsburg 2009 hatte Bayern 75 Millionen Euro ausgegeben und die Verhältnisse gerade gerückt. Nach der Meisterschaft von Dortmund bewährte sich diese Strategie erneut: Spätestens mit dem Triple lag die deutsche Fußballwelt dem nun auch auf Papier besten deutschen Team aller Zeiten ehrfürchtig zu Füßen.

Doch eines ist nun anders: Bis 2013 hatte sich Bayern München im Jahr nach der Titel-Rückeroberung stets am Transfermarkt zurückgehalten, sich auf den Lorbeeren ausgeruht. Diesmal investierte München trotz des größten Erfolgs der Vereinsgeschichte für die Saison 2013/14 erneut aggressiv in den eigenen Kader. „Wenn wir das Gefühl haben, dass wir uns weiter verstärken sollten“, erklärt Markus Hörwick, „dann ist es unsere Pflicht, das auch zu tun.“

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  • Sportlich und wirtschaftlich ein überragender Erfolg. Herzlichen Glückwunsch. Mir san mia ! ! Da können die Herren Watzke und Klopp nur in ihre Kissen weinen.

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