26. Spieltag
Olic rettet Punkt gegen Düsseldorf

Der Wolfsburger hat seine gute Form am Freitag bestätigt: Beim 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf erzielte Olic den Ausgleich für die Gastgeber. Trotz guter Anfangsphase mussten die Wölfe am Ende aber froh über den Punkt sein.
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WolfsburgOhne Ballzauberer Diego hat der VfL Wolfsburg den erhofften zweiten Sieg in Serie und den vorentscheidenden Schritt im Abstiegskampf verpasst. Trotz langer Überlegenheit reichte es am Freitag zum Auftakt des 26. Spieltags der Fußball-Bundesliga für die Niedersachsen nur zu einem 1:1 (0:1) gegen Fortuna Düsseldorf. Die Rheinländer gingen in einer schwachen Partie durch Mathis Bolly (37. Minute) in Führung, müssen nach dem Ausgleich von Ivica Olic (51.) bei acht Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz aber ebenfalls weiter nach unten schauen. Wolfsburg hat nun zehn Zähler mehr als der Tabellen-16. FC Augsburg auf dem Konto.

„Man hat gesehen, dass uns ein Spieler wie Diego fehlt. Dann war das nicht genug, um das spielerisch zu lösen. Bis zum Tor haben wir ordentlich gespielt, wir machen das Tor aber nicht“, sagte der VfL-Manager und gebürtige Düsseldorfer Klaus Allofs. „Wir wollten unbedingt gewinnen, leider hat das nicht geklappt“, grämte sich Olic trotz seines sechsten Saisontreffers.

Angesichts des hart erkämpften ersten Auswärtspunkts dieses Jahres zeigten sich die Gäste hingegen zufrieden. „Das Unentschieden geht in Ordnung, mit etwas Glück gewinnen wir, mit etwas Pech verlieren wir“, analysierte Mittelfeldspieler Adam Bodzek treffend.

Gegen tief stehende Düsseldorfer vermisste das zweitschwächste Heimteam der Liga vor 24 540 Zuschauern von Beginn an die kreative Inspiration ihres gelbgesperrten Spielmachers. Im Vergleich zum starken 5:2 in der Vorwoche beim SC Freiburg setzte Wölfe-Trainer Dieter Hecking auf Thomas Kahlenberg als Diego-Ersatz und brachte für Ivan Perisic (Innenbandanriss im Knie) den 21 Jahre alten Yohandry Orozco.

Der „kleine Wirbelwind“ (Hecking) setzte vor allem über die Flügel Akzente, die Flanken des Venezolaners blieben jedoch zunächst zu ungenau. In Ermangelung an Anspielpositionen versuchte Außenverteidiger Ricardo Rodriguez sein Glück mit einem Verzweiflungsschuss aus rund 25 Metern, der gefährliche Aufsetzer klatschte jedoch nur an den Außenpfosten (19.).

Dass zuletzt „Nuancen fehlten“, hatte auch Fortuna-Coach Norbert Meier angesichts des unglücklichen 2:3 beim FC Bayern München beklagt. Doch sein Team zeigte bei einer der wenigen Konterchancen vor der Pause die notwendige Effizienz. Nach einer feinen Hackenvorlage von Axel Bellinghausen setzte sich Robbie Kruse auf der rechten Außenbahn gegen den zögerlichen Simon Kjaer durch. Winter-Neuzugang Bolly entwischte in der Mitte Rodriguez und hatte wenig Mühe, Kruses Flanke zu seinem zweiten Bundesligatreffer über die Linie zu drücken.

„Super Konter, Kompliment an die Mannschaft“, sagte Fortunas Sportdirektor Wolf Werner, zeigte sich aber aufgrund der „glücklichen Führung“ wenig zufrieden mit der Leistung: „Wir lassen dem Gegner zu viel Raum.“

Nachdem Hecking schon nach einer Viertelstunde Josué anstelle des am Oberschenkel verletzten Jan Polak bringen musste, setzte der VfL-Coach zum Start der zweiten Halbzeit auf volle Offensive. Der für Rechtsverteidiger Fagner eingewechselte Niederländer Bas Dost sollte für Angriffsschwung sorgen - und die Niedersachsen zeigten kurz nach Wiederanpfiff lange vermisste Kombinationsfreude. Von Orozco in Szene gesetzt schob Olic den Ball aus rund elf Metern an Fortuna-Keeper Fabian Giefer vorbei in die lange Ecke.

Auch dieser Weckruf gab Wolfsburg allerdings nicht die letzte Sicherheit im Aufbauspiel. Stattdessen setzte Robert Tesche einen Schlenzer an die Latte (68.) und hatte auch in der Nachspielzeit Pech, als Dani Schahin an VfL-Keeper Diego Benaglio scheiterte.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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