267 000 Euro pro Spieler
Bei Spielern der Ukraine rollt der Rubel

Für den Viertelfinal-Einzug hat jeder Spieler der Ukraine 267 000 Euro bekommen. Dagegen fuhren die Spanier mit leeren Händen in die Heimat und der nächste Gegener der Ukraine, Italien, verdient erst ab dem dritten Platz

Für die Spieler der Ukraine hat sich der Einzug in das Viertelfinale nicht nur sportlich, sondern auch finanziell gelohnt. Während die Spanier nach dem Achtelfinale beispielsweise ohne einen einzigen Cent Prämie die Heimreise antreten mussten, wurden die Kicker des WM-Neulings mit 267 000 Euro pro Spieler fürstlich entlohnt.

"Wir haben großzügige Sponsoren und gute Freunde, die sich für den Fußball engagieren", begründet Verbandspräsident Grigori Surkis die exorbitanten Prämien, mit denen der WM-Debütant selbst die Großen der Fußball-Welt in den Schatten stellt. 130 000 Euro pro Kopf ließ Surkis, als Energie-Multi einer der reichsten Männer des Landes, bereits für den Einzug ins Achtelfinale springen. Das Mobilfunkunternehmen Kiewstar legte noch einmal 72 000 Euro für jeden Spieler drauf.

18,6 Mill. für das ganze Team

Der müde Kick gegen die Schweiz, dem im Elfmeterschießen der Sprung ins Viertelfinale folgte, spülte weitere 65 000 Euro ins Portemonnaie der Spieler. Und sollten Andrej Schewtschenko und Co. bei ihrer WM-Premiere noch weiter kommen, rollt der Rubel erst recht: Beim Halbfinaleinzug winkt eine zusätzliche Prämie in Höhe von 195 000 Euro pro Kopf, und sollte es die Mannschaft von Trainer Oleg Blochin bis ins Finale nach Berlin schaffen, kommen noch einmal 347 000 Euro hinzu - macht zusammen 809 000 Euro pro Kopf, 18,6 Mill. für das ganze Team.

Dagegen nehmen sich die Prämien der anderen Viertelfinalteilnehmer bescheiden aus. Die Italiener haben - wie die bereits ausgeschiedenen Spanier - noch nicht einen Cent verdient. Für sie gibt es erst ab Platz drei Geld: 100 000 Euro als WM-Dritter, 180 000 als Zweiter und 250 000 Euro für den vierten WM-Titel.

Immerhin schon 50 000 Euro hat jeder deutsche Spieler bisher kassiert, für den Endspielsieg in Berlin gäbe es die Rekordsumme von 300 000 Euro. Ähnlich ist die Regelung für die Engländer, die bei einem Titelgewinn 450 000 Euro einstreichen würden. David Beckham und Co. haben für den Sprung unter die letzten Acht bereits einen Teil davon verdient, bestätigte Verbandssprecher Adrian Bevington: "Aber für einen Sieg in der Champions League gibt es mehr."

Angolaner Flavio erhält ein Haus als Belohnung

Niedriger sind die Titelprämien der anderen Viertelfinalisten: Portugal hat 275 000 Euro in Aussicht gestellt, Frankreich 240 000 und Rekordweltmeister Brasilien 157 000 Euro. Argentinien hält seine Regelung, die in etwa in der gleichen Größenordnung liegen sollte, geheim. "Ich weiß es nicht", antwortet Verbandssprecher Andres Ventura stereotyp, wenn nach den Prämien gefragt wird.

Abkassiert haben aber auch schon einige WM-Spieler, die längst wieder zu Hause sind. Der Angolaner Flavio, der das einzige Tor des WM-Neulings erzielte, wurde mit einem Haus für 120 000 Euro belohnt. Die Schweizer strichen trotz Achtelfinal-Aus 70 000 Euro pro Kopf ein - für ihre sieben Punkte aus der Vorrunde und das Erreichen der zweiten Runde.

Togos Spieler erkämpften und erstreikten 50 000 Euro fürs Antreten in Deutschland, ohne dass sie auch nur einen Punkt ergatterten. Den holten immerhin die eigentlichen Prämien-Weltmeister: Saudi-Arabiens Kicker, mit Nobelkarossen, Yachten und Villen geködert, punkteten nur beim 2:2 gegen Tunesien. Dafür gab"s 21 000 Euro für jeden, die in Aussicht gestellten Sonderprämien von gutbetuchten Geschäftsleuten und Privatiers blieben mangels Erfolg aus.

© SID

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