29. Bundesliga-Spieltag
Dortmund feiert Klopp

Drei Tage nach der für BVB-Fans bitteren Nachricht vom nahen Klopp-Abschied, gab es in Dortmund wieder Grund zur Freude. Beim 3:0 über Paderborn nahm das BVB-Team Kurs auf die Europa League.
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DortmundErst in den letzten Minuten der Partie kam die Zeit für große Gefühle. Als der 3:0 (0:0)-Sieg über den SC Paderborn unter Dach und Fach war, erhoben sich selbst die Fans auf den teuren Plätzen von ihren Sitzen und feierten Jürgen Klopp in Sprechchören.

Demütig und dankbar verneigte sich der zum Saisonende scheidende Dortmunder Fußball-Lehrer nach dem Schlusspfiff vor den Tribünen, kämpfte jedoch dagegen an, die Emotionen an sich heranzulassen: „Es wäre doch blöd, wenn ein 47 Jahre alter Mann jede Woche wild flennend rumsteht. Wir haben noch drei Heimspiele und können nicht bei jeder Partie den Trainer verabschieden.“

Dennoch wirkte Klopp wie von Lasten befreit. Schließlich vertrieb sein Team mit dem verdienten Erfolg über die Ostwestfalen nahezu alle Abstiegssorgen und schuf die Voraussetzung für seinen würdevollen Abschied. „Für uns war es super wichtig. Schließlich war es ein Sechs-Punkte-Spiel. Dementsprechend fühlt es sich an“, kommentierte der Fußball-Lehrer. „Hätten wir heute verloren, würden wir jetzt über ganz andere Dinge sprechen.“

Nur drei Tage nach der Nachricht vom Klopp-Rückzug zeigte die Borussia eine positive Reaktion. Dank der Tore von Henrich Mchitarjan (48. Minute), Pierre-Emerick Aubameyang (55.) und Shinji Kagawa (80.) rangiert sie erstmals seit sieben Monaten wieder auf einem einstelligen Tabellenplatz. Damit wahrte der Revierclub im mit 80 667 Zuschauern ausverkauften Signal Iduna Park die Chance auf die Europa League.

Allerdings war viel Geduld vonnöten, um die Ostwestfalen in die Knie zu zwingen. Immerhin 50 Minuten dauerte es, bis sich die Anspannung löste. Dabei erwies sich der zweite Saisontreffer von Mchitarjan als Türöffner ins Glück. „Danach war der BVB-Express nicht mehr aufzuhalten. Dann ging es zu schnell für uns“, bekannte André Breitenreiter. Trotz der vierten Auswärtsschlappe der Gäste in Serie ohne eigenes Tor demonstrierte der SC-Coach vor dem anstehenden Kampf um den Klassenverbleib Zuversicht: „Es ist noch lange nicht vorbei.“

Vor dem Anpfiff der Partie waren Aktionen der Fans zunächst weitgehend ausgeblieben. Auf einem Spruchband, das Fans auf der Südtribüne vor der Partie hochhielten, stand ein Zitat des Trainers zu lesen: „Was jetzt zählt ist der Verein - und der ist größer als wir alle.“ Hinzugefügt war der Slogan: „Auf geht's - kämpfen und siegen.“

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Dortmunds späte Effektivität

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