3:1 gegen Hannover: Dortmund baut Siegesserie aus

3:1 gegen Hannover
Dortmund baut Siegesserie aus

Siegesserie fortgesetzt, Tabellenführung ausgebaut: Borussia Dortmund ist auf dem besten Weg zur Liga-Alleinherrschaft. Der Meister feierte am Sonntag mit dem 3:1-Heimerfolg gegen Hannover 96 - mit einem Vereinsrekord.
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DortmundUm den Ausgang eines Fußballspiels vorherzusagen, bemühen Experten gerne die Statistik: Diese Mannschaft ist seit X Minuten ohne Gegentor, jene seit Y Spielen ungeschlagen. In dieser Hinsicht war das Sonntagsspiel der Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und Hannover 96 besonders wertvoll. Die beiden Teams mit den längsten Ohne-Niederlage-Serien (Hannover neun, Dortmund sogar 17 Spiele) trafen aufeinander. Und zu allem Überfluss war Hannover die Mannschaft, die den Seriensiegern aus Dortmund als letztes drei Punkte hatte abringen können. Dazu kam 96 mit breiter Brust aus der gewonnen Europacup-Runde gegen Brügge.

Statistisch gesehen standen die Chancen für Hannover vor der Partie also nicht schlecht. Dass man auf solche Statistiken aber meist nicht viel geben kann, zeigten die Dortmunder dann nach Anpfiff mit Nachdruck. Gewohnt dominant traten die schwarz-gelben im eigenen Stadion auf. Und sie ließen sich davon auch nicht abbringen, als bereits in der 8. Spielminute Mittelfeldabräumer Sven Bender verletzt vom Feld musste.

Der Defensivspezialist hatte den Fuß von 96-Stürmer Mame Diouf bei einem niedrig angesetzten Kopfball mit voller Wucht ins Gesicht bekommen. Mit blutender Nase musste er vom Platz gehen, ihn ersetzte Ilkay Gündogan, der ein gutes Spiel ablieferte. Erst lange nach dem Spiel gab Bender persönlich auf seiner Facebook-Seite Entwarnung: "Glück gehabt nix gebrochen!!!!". Und auch für Diouf hatte die Aktion Konsequenzen. Die Dortmunder Südtribüne pfiff den Senegalesen bei jedem Ballkontakt konsequent aus.

Nach dem Verletzungsschock kamen die Dortmunder richtig in Fahrt. Schmelzer versuchte es zweimal aus aussichtsreicher Position, verfehlte das Tor aber knapp. In der 15. Minute grätschte Goalgetter Lewandowski den Ball nach Großkreutz-Vorarbeit am Tor vorbei. Zwölf Minuten später fand der Pole dann endlich einen Weg vorbei an 96-Torwart Ron-Robert Zieler. Nach einem gut getimten Pass von Lukasz Piszczek setzte sich Lewandowski gegen Eggimann durch und knallte das Leder – noch leicht abgefälscht – ins kurze Eck.

Danach spielte nur noch der BVB und das über Strecken sogar überragend. Das sah auch der Trainer so: „Meine Mannschaft hat ein tolles Spiel gemacht“, sagte Jürgen Klopp. Und eigentlich hätte die Borussia mit einem deutlich höheren Vorsprung in die Pause gehen können. Oder wie Klopp es nach dem Spiel formulierte: „Ich hatte das Gefühl, dass wir 80 mal aufs Tor geschossen haben.“ Mehr als ein Tor erzielten die Borussen daraus aber nicht.

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Dann wurde es plötzlich hektisch

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  • Manchmal darf bei Verletzungen gefragt werden, warum es zu solchen Verletzungen kommen kann. Gemeinhin sind diese wohl eher in den Bereich von "catch as catch can". Und dennoch bewundere ich diese verletzten Spieler des BVB gerade wegen einer fairen Spielweise.

    Schiris müssen mehr auf die Körperkontakte und die Körperkräfte von einigen Spielern besser einschätzen, trozdem unparteiisch bleiben. Es geht schon.

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