3:1-Sieg gegen Polen
Weltmeister wieder in der Spur

Die DFB-Elf hat sich bei Polen für die Niederlage aus dem Hinspiel revanchiert. Deutschland schlug schon früh doppelt zu. Die Gäste kamen zurück – konnten sich gegen den neuen Tabellenführer aber nicht durchsetzen.

FrankfurtDer Weltmeister hat sein Sieg-Versprechen eingelöst und ist gegen starke Polen der EM-Endrunde einen großen Schritt näher gekommen. Die Mannschaft von Joachim Löw gewann am Freitag das rasante Topspiel in der Qualifikationsgruppe D mit 3:1 (2:1) und löste damit Robert Lewandowski und Co. als Tabellenführer ab.

Thomas Müller mit seinem Quali-Tor Nummer sechs (12. Minute) und Mario Götze (19.) mit einer tollen Einzelaktion brachten die deutsche Fußball-Nationalelf früh in Führung. Polens Stürmerstar Lewandowski machte mit seinem Anschlusstor (36.) das rassige Spiel vor 48 500 Fans im ausverkauften Frankfurter Stadion lange spannend, ehe Götze (82.) mit dem zweiten Doppelpack seiner Länderspielkarriere für den krönenden Abschluss sorgte.

Schon vor der Partie gab es die erste Beruhigungspille für das DFB-Team, denn der bisherige Verfolger Schottland patzte beim 0:1 in Georgien. Drei Spieltage vor dem Ende der Qualifikation liegt der Weltmeister nun mit 16 Punkten an der Spitze der Gruppe D vor Polen (14), Irland (12) und Schottland (11).

In der Partie gegen die „Bravehearts“ am Montag in Glasgow kann die Löw-Truppe im Idealfall - bei einem eigenen Sieg und einem Ausrutscher Irlands gegen Georgien - schon die EM-Fahrkarte lösen. Der Gruppensieger und der Zweite buchen wie der beste Gruppen-Dritte ein Direktticket für die EM-Endrunde vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 in Frankreich.

Überraschend verhalf Löw dem 21-jährigen Emre Can gleich bei dessen erster Einladung ins DFB-Eliteteam zu seinem Länderspieldebüt. Der Profi vom FC Liverpool und ehemalige U21-Kapitän hatte rechts in die Viererkette jedoch einen schweren Stand, bekam immer wieder Probleme gegen den schnellen Kamil Grosicki.

Zunächst aber war die deutsche Offensive gegen die in der laufenden Ausscheidung zuvor noch unbezwungenen Polen sofort auf Betriebstemperatur. Der Ausfall von Offensiv-Trumpf Marco Reus (Zehenbruch) machte sich kaum bemerkbar. Karim Bellarabi war ein vorzüglicher Vertreter auf dem linken Flügel und wirbelte Polens Abwehrrecken einige Male gehörig durcheinander.

Nachdem der Leverkusener in den ersten zehn Minuten zwei Chancen zum 1:0 vergeben hatte, war er dann an der Vorbereitung des Führungstores beteiligt. Per Doppelpass spielte Bellarabi den ständig nach vorne marschierenden Linksverteidiger Jonas Hector frei. Der Kölner legte mustergültig in die Mitte ab, wo Müller richtig stand und mit seinem 28. Tor im 64. Länderspiel für Jubel unter den deutschen Fans sorgte.

Seite 1:

Weltmeister wieder in der Spur

Seite 2:

Wiederentdeckte Spielfreude

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%