30. Bundesliga-Spieltag
Lebenszeichen vom HSV, Meisterstück ohne Jubel

Von überschäumender Partystimmung keine Spur. Mit Blick auf das Pokal-Halbfinale hielten sich die erfolgreichen Titelverteidiger aus München beim Feiern zurück. Frontzeck startete in Hannover mit einer Niederlage.
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BerlinKeine Weißbierduschen, keine Freudentänze - beim Meisterstück des FC Bayern blieb der Meisterjubel aus. Obwohl der 25. Titel nach dem 1:0 über Hertha BSC so gut wie sicher war, klatschte sich Trainer Pep Guardiola nur kurz mit seinen Assistenten ab und ging schnell in die Kabine. Vielleicht hat aber am Sonntagabend nach dem 1:0-Sieg von Borussia Mönchengladbach gegen den VfL Wolfsburg, mit dem der Titelgewinn am 30. Spieltag endgültig feststand, doch der eine oder andere Bayern-Spieler auf den Erfolg angestoßen.

„Wir werden irgendwann gebührend feiern. Aber nicht heute Abend. Wir wollen uns auf Dienstag konzentrieren“, sagte Vereinschef Karl-Heinz Rummenigge mit Blick auf das Pokal-Halbfinale gegen Dortmund.

Bei aller Freude über den Siegtreffer von Bastian Schweinsteiger galt das Hauptaugenmerk dem Duell der beiden Branchenriesen. Eine Woche nach dem famosen 6:1 im Viertelfinale der Champions League gegen Porto wollen die Bayern ihre Triple-Chance wahren und zum vierten Mal in Serie ins Pokal-Endspiel einziehen. Zwar verspürte Thomas Müller Lust auf eine Party, hielt sich aber zurück: „Es ist schade, wenn die Meisterschaft, für die man sich das ganze Jahr den Arsch aufgerissen hat, so ein bisschen in den Hintergrund rückt. Aber so ist das halt.“

Nach der Wolfsburger Niederlage im Topspiel am Niederrhein sind die mit 15 Punkten Vorsprung auf Platz eins liegenden Münchner nicht mehr einholbar. Während für die Niedersachsen die Teilnahme an der Champions League trotz des Last-Minute-Gegentreffers von Max Kruse so gut wie sicher ist, verwiesen die Gladbacher den Rivalen Bayer Leverkusen wieder auf Platz vier.

Ähnlich wie in München ging auch in Dortmund der Blick nur wenige Minuten nach dem 2:0 über Frankfurt nach vorn. Rechtzeitig zum Duell mit dem großen Rivalen der vergangenen Jahre ist der Glaube an die eigene Stärke zurück. „Es ist eine sehr nette Geste, aber wir sind am Dienstag auf Krawall gebürstet“, kommentierte der am Saisonende scheidende Trainer Jürgen Klopp die Idee aus München, ihn vor der Partie mit einem Blumenstrauß zu verabschieden.

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Frontzeck im Pech

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Bayer erreicht Champions-League-Ziel

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