35 Sender und Agenturen bieten für Fernsehrechte
TV-Poker um die Bundesliga beginnt

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) GmbH hat den Bieterwettbewerb um die Fernseh- und Internetrechte an der Bundesliga und an der 2. Liga eröffnet. Das Pokerspiel um die Rechte der Fußball-Bundesliga wird vom kommenden Jahr an so kompliziert wie noch nie.

HB DÜSSELDORF. Insgesamt hat die DFL 233 Rechte-Pakete ausgeschrieben. Zur Debatte stehen sechs große Szenarien für die Verwertung: Sie sehen alternativ die Beibehaltung des bisherigen Spielplans, ein Freitagsspiel der Ersten Liga und eine zeitlich versetzte Partie am frühen Samstagabend vor.

Laut DFL sollen alle Spiele der ersten und zweiten Liga entweder in Pay- oder im Free-TV live übertragen werden. Den frei zugänglichen Sendern verspricht die DFL in allen Varianten eine mindestens einstündige, zeitlich versetzte Auswertung der Liga-Spiele. „Die DFL orientiert sich an den vorgegebenen drei Spielplan- und sechs Sendemodellen. Letztlich stehen Sende- und Anstoßzeiten erst mit Vergabe der Pakete endgültig fest“, sagte Christian Seifert, Geschäftsführer der DFL, in Frankfurt. Insgesamt haben sich 35 Unternehmen, darunter acht börsennotierte Unternehmen, für den Bieterwettbewerb registrieren lassen. Bis zum 1. Dezember müssen die Sender, Sportagenturen, Kabelbetreiber und Internetunternehmen ihre Angebote vorgelegt haben. „Die Rechtevergabe kann theoretisch vor Weihnachten abgeschlossen sein“, sagte Seifert optimistisch.

Bisher zeigt die ARD mit großem Zuschauererfolg am frühen Abend in der „Sportschau“ Zusammenfassungen. Aber das ist dem Bezahlsender Premiere ein Dorn im Auge. Wenn es nach Premiere-Sportvorstand Hans Mahr geht, soll es im frei empfangbaren Fernsehen künftig keine Zusammenfassung vor 22 Uhr geben. Dieser Exklusivitätsanspruch ist allerdings bei Fans, Vereinen und Politikern heftig umstritten. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wie Großbritannien oder Frankreich besitzt Premiere allerdings nur geringe Exklusivitätsrechte. Das wird auch in den Reihen der DFL so gesehen.

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