40-Millionen-Deal
Martinez-Transfer könnte an Steuerproblem scheitern

Das Tauziehen um Javier Martínez wird immer absurder. Nach Einschätzung von Bayern-Präsident Hoeneß könnte der Deal am spanischen Steuerrecht scheitern – weil der abgebende Klub an einem seltsamen Vorschlag festhält.
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MünchenNach Einschätzung von Bayern-Präsident Uli Hoeneß könnte der angepeilte Transfer von Javier Martínez nach München an Fragen des spanischen Steuerrechts scheitern. „Der Vorstand von Bilbao will den Transfer entweder erschweren oder verhindern, indem er immer wieder neue Hürden aufbaut“, sagte Hoeneß am Donnerstag.

Der Club dränge beispielsweise darauf, dass Mittelfeldspieler Martinez sich für die festgeschriebene Ablöse von rund 40 Millionen Euro selbst beim spanischen Ligaverband freikaufe. Dadurch entstehe aber „möglicherweise ein steuerliches Problem, das wir sicherlich nicht eingehen können“, äußerte der langjährige Bayern-Manager gegenüber mehreren Medien am Rande eines Golfturniers.

Durch diese Lösung könnten durch das schwer einzuschätzende spanische Steuerrecht möglicherweise weitere Millionenkosten auf die Münchner zukommen. Aus der Sicht von Hoeneß gibt es nur eine Lösung - nämlich, „dass Bilbao eine Rechnung an Bayern München stellt. Damit haben wir einen Transfervertrag. Und wenn es den nicht gibt, wird es schwierig, den Transfer zu realisieren“, sagte Hoeneß.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Kein Wunder dass die Spanier eine Finanzkrise haben. Keine Steuern zahlen aber alles einkassieren. So oder so wird das spanische System irgendwann den Bach runter gehen. Sollten doch froh sein, dass es noch Vereine gibt, die mit ehrlichem Geld bezahlen.

  • Das könnte ganz geschickt sein. Damit würden womöglich die von den Spaniern nicht gezahlten (aber nur gestundten) Steuern und Sozialabgaben auf die Münchner übergehen.
    Schlaue Füchse, die Spanier.

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