68 Jahre alter deutscher Nationaltrainer
Pfister baut auf Qualität seiner Togo-Kicker

Für Togos deutschen Teamchef Otto Pfister zählt bei der Zusammenstellung seines WM-Kaders nur die Leistung der Spieler nicht die Ligazugehörigkeit. Dabei spielt die Kreativität seiner Schützlinge eine zentrale Rolle.

Bei der Zusammensetzung seiner Mannschaft für die WM-Premiere von Togo kann Otto Pfister seine Herkunft nicht verleugnen. Der deutsche Nationaltrainer setzt auf Leistung, nicht darauf in welchem Verein die Spieler kicken. "Für mich zählt ausschließlich die Qualität des Spielers und nicht nur die Ligazugehörigkeit. Schauen Sie doch mal regelmäßig Bundesliga-Spiele. Da tummeln sich Jungs, die können kaum einen Ball stoppen", sagte Pfister in einem Interview mit der Schweizer Nachrichtenagentur Sport-Information Zürich.

Der 68 Jahre alte Afrika-Experte Pfister, der erst im Februar den Job als Nationalcoach in Togo angetreten hatte, vertraut auf zahlreiche Spieler, die in Europa in unteren Ligen spielen. Aus Deutschland berief er von den A-Junioren von Bayer Leverkusen Assimiou Toure, der zuvor schon zweimal für die deutsche U18-Nationalmannschaft gespielt hatte, und Karim Guede vom Hamburger SV II.

Afrikanischer Ballzauber

Generell schätzt Pfister, für den WM-Neuling Togo bereits die neunte Station als Nationaltrainer nach Ruanda, Burkina Faso (früher Obervolta), Senegal, der Elfenbeinküste, der Demokratischen Republik Kongo (früher Zaire), Ghana, Saudi-Arabien und Bangladesch ist, ohnehin mehr kreative afrikanische Ball-Zauberer als deutsche Kraft-Fußballer.

"Die Deutschen wären froh, verfügten sie über solch kreative Spieler. Dort werden Waffenläufer gezüchtet", sagte Pfister: "Die Deutschen sprechen von Fußball-Lehrern. Das ist ein falsches Wort. Natürlich braucht es eine Ordnung auf dem Platz. Aber mit der Taktik allein gewinnt man keinen Preis. Das zu spielen, wofür die Qualität vorhanden ist, ist die Kunst."

© SID

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