6 000 leere Plätze im Stadion
Robben macht für „Oranje“ den Unterschied

Die Niederlande haben mit einem Sieg in ihrem ersten Gruppenspiel gegen die Abwehrkünstler aus Serbien und Montenegro einen wichtigen Schritt in Richtung Achtelfinale gemacht. Den 1:0 (1:0)-Erfolg musste sich die Mannschaft von "Bondscoach" Marco van Basten im Leipziger Zentralstadion aber hart erarbeiten.

LEIPZIG. Angeführt vom überragenden Torschützen Arjen Robben feierte die "Elftal" vier Jahre nach der verpassten Qualifikation für das Turnier in Japan und Südkorea ein gelungenes WM-Comeback. Einziges Manko: Die Mannschaft vergaß insbesondere in der ersten Halbzeit, ihre deutliche Überlegenheit in Tore umzsetzen und brachte sich so in der Schlussphase unnötig noch einmal in Bedrängnis.

Das war aber auch das einzige, was van Basten nach dem Spiel zu bemängeln hatte. "Wir erarbeiten uns immer viele Chancen, aber wir machen zu wenig Tore." Ansonsten zollte er seinem Team ein Lob: "Das war kein einfaches Spiel für uns, wir wussten, dass dieser Gegner nur schwer zu schlagen ist. Aber meine Mannschaft hat das fantastisch hinbekommen. Es war sehr wichtig, mit einem Dreier zu starten."

Serbien und Montenegros Trainer Ilija Petkovic trauerte dagegen den vertanen Chancen hinterher und hatte mit Blick auf die Torgelegenheiten seine eigene Sicht der Dinge. "Die Niederländer haben zwar für das Auge gut gespielt. Doch die besseren Torchancen hatten wir. Wir haben einen Fehler gemacht und sind dafür bestraft worden."

Schon seit dem frühen Morgen hatten sich die niederländischen Fans in Leipzig auf das Spiel eingestellt und die Straßen der Stadt in orange gehüllt. Am Flughafen Leipzig Halle herrschte Hochbetrieb: Mehr als 60 Sondermaschinen mit rund 7 000 Fans aus dem Nachbarland trafen allein hier im Laufe des Tages ein. Insgesamt dürften es mehr als 25 000 Fans gewesen sein, die nach Leipzig gekommen waren, um ihre Mannschaft zu unterstützen.

Und so war das Zentralstadion, in dem allerdings erstmals bei dieser WM überaschend fast 6 000 der 43 000 Plätze leer blieben, vor dem Anpfiff der vom Deutschen Vorzeigeschiedsrichter Markus Merk geleiteten Partie fest in niederländischer Hand. Spätestens das Singen der Nationalhymne "Het Wilhelmus" wurde zum eindrucksvollen Beweis der zahlenmäßigen Überlegenheit der Oranje-Anhänger.

Die "Elftal" ließ sich von dieser tollen Stimmung mitreißen und machte im als "Kampf der Systeme" angekündigten Spiel gleich das, was sie am besten kann: angreifen. In den ersten zehn Minuten kam die schon vom taktischen System her sehr tief in der eigenen Hälfte stehende Mannschaft von Trainer Ilija Petkovic in der Defensive kaum einmal zum Luftholen. Zählbares sprang aber trotz der drückenden Überlegenheit zunächst nicht heraus.

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