7. Bundesliga-Spieltag
Bayern-Konkurrenten vergeblich gesucht

Dortmund zeigte gegen Hamburg sein Bundesliga-Gesicht – und verliert mehr als verdient. In Leverkusen ging es hin und her, Paderborn bleibt die Überraschung der Liga. Bayern kommt immer mehr ins Rollen.
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Berlin Die Bayern obenauf, Dortmund in der Krise - der Fußball-Bundesliga droht erneut ein langweiliger Titelkampf. Nach nur sieben Spieltagen beträgt der Vorsprung der Münchner auf den großen Widersacher der vergangenen vier Jahre bereits zehn Punkte.

Angesichts der besorgniserregenden Talfahrt verschwendet beim Revierclub ohnehin niemand mehr einen Gedanken an die Meisterschaft. Nach dem 0:1 gegen den zuvor elfmal sieglosen Hamburger SV wirkte Trainer Jürgen Klopp ratlos wie selten: „Das ist kilometerweit entfernt von dem, was wir wollen. Wir müssen nun jede Kritik, die aufkommt, erdulden.“

Vieles spricht momentan dafür, dass der Abstand der beiden Branchenführer am Saisonende noch größer sein könnte als in den vergangenen beiden Jahren, als sich der FC Bayern mit 25 und 19 Punkten Vorsprung auf den BVB die Meisterschale sicherte. Selbst das bisherige Schlusslicht HSV entpuppte sich für die müden Dortmunder als zu starker Gegner.

Auch der aufmunternde Applaus der BVB-Fans nach dem Schlusspfiff konnte den Frust nicht vertreiben. Ähnlich wie Klopp sprach auch Routinier Sebastian Kehl Klartext: „Sieben Punkte nach sieben Spielen sind fast schon eine Katastrophe.“

Anders als die Borussia kann der Rekordmeister den Ausfall von Leistungsträgern leicht verschmerzen. Mit einem souveränen 4:0 über Hannover stimmte sich der Tabellenführer auf den Oktoberfestbesuch wenige Stunden später ein. „Ich weiß nicht, ob jeder von den Burschen vier Maß verträgt“, scherzte Karl-Heinz Rummenigge zur sich anbietenden Vorgabe, pro Tor ein Bier zu trinken, „aber jeder hat sich die Maß verdient.“ Der Vorstandsboss hat allen Grund zur Zufriedenheit. Mit sechs Siegen, einem Remis und 14:0 Toren rauschte der FC Bayern durch die ersten Englischen Wochen in Bundesliga und Champions League.

Zum Erstaunen der Fachwelt erweist sich 1899 Hoffenheim als einer der bisher ärgsten Bayern-Verfolger. Nach dem 2:1 über den FC Schalke rangiert das Team von Markus Gisdol nur vier Zähler hinter den Münchnern. Dennoch meiden alle Hoffenheimer den Begriff Spitzenmannschaft: „Das möchte jetzt natürlich jeder schreiben, aber das lassen Sie mal weg“, empfahl der Coach den Medienvertretern.

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