86,3 Prozent sahen Deutschland-Spiel
Marktanteil sprengt alle Rekorde

Die Vielfalt an Fernsehsendern ín Deutschland ist riesig, doch am Samstagabend hätten die meisten von ihnen den Sendebetrieb eigentlich einstellen können. Denn am ZDF, das die deutsche Achtelfinalbegegnung übetrug, führte kein Weg vorbei.

HB HANNOVER. Der Siegeszug des deutschen Teams beschert den deutschen TV-Sendern weiterhin Bestmarken. Das ZDF erzielte beim 2:0- Erfolg der Klinsmann-Elf im Achtelfinale gegen Schweden mit 86,3 Prozent Marktanteil einen WM-Rekord. Bisher hatten die Medienforscher 82,2 Prozent beim letzten Vorrundenspiel der deutschen Mannschaft gegen Ecuador als höchsten Wert ermittelt. Durchschnittlich 22,38 Mill. Fußballfans feierten in den eigenen vier Wänden den Einzug in das Viertelfinale. In der Spitze wurden sogar 24,22 Mill. Zuschauer gemessen.

Wahrscheinlich waren es sogar weit über 30 Mill. Menschen, die vor dem Bildschirm die Daumen drückten. "Mindestens weitere zehn Mill. Fußballbegeisterte haben die Übertragung mit Freunden und anderen Fans auf Straßen und Plätzen sowie in Kneipen gesehen", vermutete ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz. "Ich bin überzeugt, dass wir die Begeisterung für die Fußball-WM in Deutschland hervorragend transportiert haben." Die Zuschauer, die beim so genannten Public Viewing die WM-Spiele auf Großbildleinwänden verfolgen, werden von der Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung (GfK) nicht erfasst.

Das schöne Sommerwetter und die relativ frühe Anstoßzeit 17.00 Uhr verhinderten einen Einschaltquoten-Rekord. Die 23,88 Mill. TV- Zuschauer beim Vorrundenspiel Deutschland - Polen (1:0) führen weiterhin die Hitliste der meistgesehen WM-Spiele an. Diese Partie wurde abends um 21.00 Uhr angepfiffen. Dann sitzen erfahrungsgemäß sehr viel mehr Menschen vor dem Fernseher als vormittags oder nachmittags.

Nicht zum ersten Mal störten Schattenspiele auf dem Rasen des Münchner WM-Stadions den Sehgenuss. In der ersten Halbzeit lag fast ein Viertel der Rasenfläche in der Sonne. Im schattigen Bereich irritierten helle Streifen. "Einige Zuschauer haben sich beschwert. Es war aber kein Massenprotest", erklärte ein ZDF-Sprecher. "Wir können da nichts machen. Die Bilder werden uns so angeboten", erklärte Gruschwitz.

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