88,7 Millionen Euro in 142 neue Spieler
Vereine investieren erneut mehr in Beine

Die Fußball-Bundesliga hat im WM-Jahr mehr Geld auf dem Transfermarkt investiert als in den Jahren zuvor. Bis eine Woche vor dem Start in die 44. Saison haben die 18 Eliteclubs bereits 88,70 Millionen Euro für 142 neue Spieler ausgegeben.

HB DÜSSELDORF. Dem stehen Gesamt-Einnahmen von 71,795 Millionen Euro für 128 abgegebene Profis gegenüber. Das ergab eine dpa-Erhebung. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres hatte die Fußball-Beletage 71,13 Millionen Euro investiert. Die Transferperiode endet nach dem dritten Spieltag am 31. August.

Die Gesamt-Transferbilanz mit einem Minus von 16,905 Millionen Euro erklärt sich durch die Einkäufe von Branchenprimus Bayern München. Der Rekordmeister leistete sich die teuersten Akteure und überwies für Abwehr-Ass Daniel van Buyten (Hamburger SV) und Nationalstürmer Lukas Podolski (Köln) jeweils 10 Millionen Euro, bekam für Paulo Guerrero aber nur 2,8 Millionen Euro vom HSV. Berücksichtigt man das Transfer-Minus der Münchner von 17,2 Millionen Euro, weisen die übrigen 17 Erstligisten gemeinsam eine ausgeglichene Bilanz durch Ein- und Verkäufe aus.

Hinter den Bayern belegen auf der Ausgabenseite der HSV (14,6) und der VfB Stuttgart (10,1) die Plätze. Die Hanseaten holten neben Guerrero auch den belgischen Verteidiger Vincent Kompany (8,0) und Boubacar Sanogo vom 1. FC Kaiserslautern (3,8). Die Schwaben verpflichteten insgesamt elf Neue, darunter die Mexikaner Pavel Pardo und Ricardo Osorio.

Auch Borussia Dortmund konnte nach erfolgreichem Sanierungskurs und durch den Verkauf von Tomas Rosicky für 9,5 Millionen Euro zum FC Arsenal wieder Geld in die Hand nehmen und frischte den Kader mit Nelson Valdez (4,5) und Alexander Frei (4,1) auf. "Wir haben an Qualität gewonnen, ohne viel zu investieren", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Die höchsten Einnahme (17,3) erzielte Bayer Leverkusen. Allein der Verkauf von Dimitar Berbatow zu Tottenham Hotspur spülte 16,0 Millionen Euro in die Kasse. Mit einem Plus von 9,8 Millionen Euro weist Bayer die beste Transferbilanz aller Clubs auf. In Hannover 96, Eintracht Frankfurt und Aufsteiger Alemannia Aachen erzielten drei Vereine keine Einnahmen durch Spielerverkäufe.

Nur der 1. FC Nürnberg und der in den Vorjahren so investitionsfreudige FC Schalke 04 holten keinen kostenpflichtigen Spieler. Insgesamt waren rund zwei Drittel aller Spieler ablösefrei. 43 der 142 Neuzugänge stiegen aus der eigenen Jugend- oder Amateurabteilung auf.

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