96 gegen Kopenhagen
Panders Schlenzer reicht Hannover nicht

Gegen effektive Dänen verspielt Hannover 96 gleich zwei Mal eine Führung. Ein Sieg gegen Kopenhagen hätte den ersten Platz in der Gruppe bedeutet. Jetzt ist die K.O.-Runde noch weit weg.
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Fußball-Bundesligist Hannover 96 hat in der Europa League einen großen Schritt in Richtung Gruppenphase leichtfertig vergeben. Trotz streckenweise deutlicher Überlegenheit kamen die Niedersachsen gegen den FC Kopenhagen nicht über ein 2:2 (1:0) hinaus und konnten sich damit nicht wie erhofft vom dänischen Meister absetzen. Vor 43.100 Zuschauern in Hannovers nicht ganz ausverkaufter Arena brachten Christian Pander (29.) und Sergio Pinto (82.) die Platzherren zweimal in Führung. Doch Dame N'Doye (67.) und Cesar Santin (89.) gelang jeweils der Ausgleich. Vor dem zweiten Duell der beiden Teams am 3. Novemver hat der Bundesligist nun weiterhin nur einen Punkt Vorsprung auf den FCK.

96-Trainer Mirko Slomka wollte mit geballter Offensivkraft Wiedergutmachung für die 0:2-Niederlage beim 1. FC Köln am vergangenen Wochenende betreiben. Erstmals in der laufenden Saison bot der Coach seine drei Top-Stürmer gemeinsam in der Startelf auf. Während Mohammed Abdellaoue und der zuletzt angeschlagene Jan Schlaudraff das Duo in der Spitze bildeten, wich Didier Ya Konan auf den rechten Flügel aus. Lars Stindl rückte dafür in das zentrale Mittelfeld.

Zwtl: Hannover zunächst mit Problemen gegen defensive Gäste

Für Ertrag sorgte die mutige Formation zunächst jedoch nicht. Statt zwingender Chancen gab es über weite Strecken wenig ansehnlichen Leerlauf. Kopenhagen machte es den Platzherren mit einer äußerst defensiven Ausrichtung aber auch schwierig, Offensivakzente zu setzen. War Hannover in Ballbesitz, baute der FCK vor der Abwehr eine weitere Fünferreihe im Mittelfeld auf und igelte sich in der eigenen Hälfte regelrecht ein. So musste der Bundesligist bis zur 27. Minute auf seine erste gelungene Kombination warten. Über Pinto und Jan Schlaudraff kam der Ball zu Pander, doch der Schuss des Ex-Schalkers landete in den Armen von Gäste-Keeper Johan Wiland.

Offenbar beflügelt von der Aktion legte Hannover nach. Nachdem Ya Konan mit einem Distanzschuss noch gescheitert war (28.), benötigten die Gastgeber zur Führung die tatkräftige Unterstützung der Dänen. Pander nahm einen katastrophalen Querpass des Brasilianers Claudemir auf, guckte Wiland aus und versenkte den Ball gekonnt aus rund 20 Metern. In der Folgezeit überließ Hannover den biederen Gästen ein wenig die Initiative, geriet aber bis zur Pause weiterhin nie in Bedrängnis.

In der ersten Hälfte gelang dem ehemaligen Team des heutigen Kölner Trainers Stale Solbakken nicht ein Torschuss. Stattdessen hätte Schlaudraff erhöhen können. Nach starker Einzelleistung scheiterte der ehemalige Nationalspieler mit einem Lupfer aber an Wiland (42.). Auch nach dem Seitenwechsel kam Hannover schwungvoll aus der Kabine. Einen Kopfball von Abdellaoue konnten die Dänen erst kurz vor der eigenen Linie für ihren bereits geschlagenen Keeper klären (47.).

Kopenhagen agierte derweil zumindest etwas mutiger als noch im ersten Durchgang, war aber noch immer erschreckend harmlos. Bis N'Doye die erste Chance zum Ausgleich nutzte. Nach einer Ecke ging Hannovers Hintermannschaft nur halbherzig zu Werke und der Angreifer drückte den Ball aus kurzer Distanz per Kopf ins Tor. 96-Schlussmann Ron-Robert Zieler wurde bei der Aktion allerdings unbemerkt von Schiedsrichter Laurent Duhamel (Frankreich) von einem Gegenspieler behindert. Die Niedersachsen mühten sich anschließend, die erneute Führung zu erzielen und wurden durch Pintos Fernschuss belohnt. Doch Santin sorgte für Kopenhagens glücklichen Ausgleich.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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