Aachen im Glück
Tivoli wird zum Bayern-Schreck

Wenn es so weiter geht, wird es eng für das Team von Ottmar Hitzfeld. Im Aachener Tivoli ging es für den FC Bayern München um wichtige Punkte – schließlich will das Team auch künftig in der Champions League kicken. Die Gastgeber kämpft hingegen um den Klassenverbleib. Mit Erfolg.

HB AACHEN. Zwei Monate nach der Pokalpleite erlebte der FC Bayern München mit der 0:1 (0:1)-Niederlage bei Alemania Aachen ein weiteres Debakel in der Fußball-Bundesliga. Vor 20 800 Zuschauern am ausverkauften Tivoli kam der Gastgeber durch ein Tor von Alexander Klitzpera (10. Minute) zum glücklichen ersten Sieg über den deutschen Rekordmeister in der ersten Liga und sicherte sich drei wichtige Punkte für den Klassenverbleib.

Die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld droht nun ernsthaft die Teilnahme an der Champions League zu verpassen. Außerdem sind die Aussichten auf einen Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel in der Königsklasse bei Real Madrid am Dienstag durch diese wenig inspirierte Vorstellung gesunken. In Aachen hatte es in der Woche vor dem Hit gegen die Bayern viel Unruhe gegeben. Nach der Unfallfahrt unter Alkoholeinfluss wurde Stürmer Marius Ebbers zur Strafe aus dem Kader verbannt, Beifahrer Jan Schlaudraff kam mit einer Geldbuße davon und durfte gegen seinen neuen Arbeitgeber Mitwirken. Der Wirbel hatte aber keine negativen Folgen, sieht man von ein paar Unkonzentriertheiten in der Abwehr ab.

Selbstbewusstsein und Auftrieb gab den mit hohem Einsatz kämpfenden Aachener Profis das Führungstor durch Klitzpera nach zehn Spielminuten. Er konnte nach einem Schuss von Thomas Steele den von Ex-Nationalkeeper Oliver Kahn abgeklatschten Ball problemlos aus Nahdistanz über die Torlinie schieben. Ausgerechnet Nationalstürmer Schlaudraff, der in der kommenden Saison an der Isar spielen wird, hätte um ein Haar sogar noch das 2:0 erzielt: Doch Kahn wehrte den Schuss aus 14 Metern mit einer Weltklasseparade ab.

Beim FC Bayern waren der zuletzt gelb-gesperrte Bastian Schweinsteiger und Willy Sagnol in die Anfangsformation zurückgekehrt. Im Angriff bekam Roque Santa Cruz für den leicht angeschlagenen Lukas Podolski (Wade) den Vorzug. Doch diese personellen Veränderungen brachten der Bayern-Darbietung, die über weite Strecken schwach war, keine großen Impulse. Vor allem der niederländische Torjäger Roy Maakay konnte drei große Chancen zum Ausgleich durch unkonzentrierten Torabschluss nicht nutzen. Die Münchner dominierten zwar die Partie, ließen es aber an Kreativität und Zielstrebigkeit vermissen.

Die Aachener wehrten sich in den zweiten 45 Minuten mit großem Kämpferherz gegen den Ausgleich. Doch die Bayern konnten in einem einzigen aber wenig planvollen Sturmlauf jedoch nicht mehr zu einem Torerfolg gelangen. Allein Nationalspieler Bastian Schweinsteiger hatte in der 64. Minute eine fast 100-prozentige Chance zum 1:1, die er jedoch vergab.

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