Absatz 2005 leicht gesunken
WM soll den Bierdurst wieder anfachen

Die deutschen Brauereien haben im vergangenen Jahr erneut weniger Bier abgesetzt. Biermischgetränke mit Limonade, Cola oder Säften haben sich hingegen gut verkauft. Nun hoffen die auf die Fußball-WM.

HB WIESBADEN. Die Brauereien setzten 2005 drei Mill. Hektoliter Biermischungen ab und damit 15,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. In den Vorjahren gab es wegen der Einführung des Dosenpfandes ein starkes Absatzminus bei Mixgetränken. Die Alcopop-Steuer hatte nach Einschätzung des Deutschen Brauer- Bundes (DBB) keinen Einfluss auf den Verkauf von Biermischungen. "Es gibt keine Substitution", betonte DBB-Hauptgeschäftsführer Peter Hahn. Die Hälfte der Mixgetränke mit Bier entfalle auf das Radler. "Das ist für Jugendliche kein In-Getränk", sagte Hahn. Mit einem Anteil von 2,8 Prozent seien die Mixgetränke immer noch ein Nischenmarkt.

Der gesamte Bierabsatz deutscher Brauereien sank 2005 auch wegen des kühlen Sommers um 0,5 Prozent auf 105,3 Mill. Hektoliter. 86,6 Prozent der Menge wurden im Inland verkauft. Die Exporte in EU- Länder stiegen um 2,1 Prozent auf 11,1 Mill. Hektoliter, die Ausfuhren in Drittländer um 0,9 Prozent auf 2,9 Mill. Hektoliter. Für dieses Jahr mit der Fußball-Weltmeisterschaft rechnet der DBB mit einem stabilen bis leicht steigenden Bierabsatz.

Die Bierbrauer hoffen dank der Fußball-WM 2006 wieder auf einen steigenden Bierabsatz. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Peter Hahn, sagte am Montag, die Fußball-Weltmeisterschaft werde der Branche den benötigten Schub geben. Der genaue Impuls für die Umsätze rund um das Turnier vom 9. Juni bis 9. Juli in Deutschland sei allerdings schwer abzuschätzen. "Wir hoffen, dass der leichte Abwärtstrend der vergangenen Jahre abgefangen wird. Wenn der Wettergott mitspielt, können wir ein leichtes Plus erzielen", sagte Hahn mit Blick auf das Gesamtjahr.

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