Abschied unter Tränen VfB trennt sich von Großkreutz

„Bin froh, dass ich hier bin überhaupt“: Kevin Großkreutz ist beim VfB Stuttgart rausgeflogen, für ihn sind jedoch ganz andere Dinge wichtig. Der Verteidiger zeigt sich nach einer Reihe von Fehltritten selbst schockiert.
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Der Profi-Spieler entschuldigt sich für sein Verhalten. Quelle: dpa
Kevin Großkreutz

Der Profi-Spieler entschuldigt sich für sein Verhalten.

(Foto: dpa)

StuttgartMit Tränen in den Augen akzeptierte Weltmeister Kevin Großkreutz das Aus beim VfB Stuttgart als drastische Konsequenz seiner Party-Laune. Emotional verabschiedete sich der frühere Nationalspieler vom VfB Stuttgart - und vorläufig auch von seiner Profi-Karriere. Sein nächtlicher Ausflug hat ihm seine Zukunft beim Zweitliga-Tabellenführer vermasselt. Der Club löste den Vertrag mit dem Rechtsverteidiger mit sofortiger Wirkung auf.

„Ich werde jetzt erstmal ruhiger machen“, sagte Großkreutz. Er wolle zunächst mit dem Profi-Fußball nicht zu tun haben. Sichtlich gezeichnet und mit einer grauen Mütze auf dem verletzten Kopf bezog Großkreutz am Freitag Stellung und konnte seine Gefühle nicht zurückhalten. Seine Stimme stockte, er weinte, mit der Hand fuhr er sich vors Gesicht. „Ich möchte nicht einfach so abhauen. Ich habe einen Fehler gemacht, der mir sehr leid tut“, sagte der 28-Jährige. „Ich habe mich mit dem Verein identifiziert. Trotzdem ist es jetzt so gekommen. Ich kann mich dafür nur entschuldigen.“

In der Nacht auf Dienstag war der Defensivspieler in einem Stuttgarter Ausgehviertel in eine Schlägerei geraten und hatte sich anschließend mit einer Kopfverletzung im Krankenhaus behandeln lassen müssen. Bei der nächtlichen Tour waren auch VfB-Nachwuchsspieler dabei. „Ich bin froh, dass ich hier bin überhaupt“, sagte Großkreutz.

Darmstadt blamiert sich, BVB zittert sich weiter
DFB-Pokal
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Das Achtelfinale des DFB-Pokals findet Anfang Februar 2017 statt. Foto: Matthias Balk

Überraschungssieger
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Das Überraschungsteam von Viertligist FC Astoria Walldorf tritt in der Runde der besten 16 Teams, die am 7./8. Februar gespielt wird, gegen Zweitligist Arminia Bielefeld an.

FCA Walldorf - SV Darmstadt 98 1:0 (1:0)
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Im Duell des 13. der Regionalliga Südwest gegen den 13. der ersten Liga ging der Außenseiter nach einer feinen Kombination 1:0 durch Nico Hillenbrand (32.) in Führung. Die Walldorfer verdienten sich das Ergebnis auch im weiteren Verlauf. Der Favorit blamierte sich hingegen heftig.

FC Bayern München - FC Augsburg 3:1 (2:0)
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Für die Bayern erzielte Kapitän Philipp Lahm das frühe 1:0 (2.). US-Nationalspieler Julian Green legte mit seinem ersten Pflichtspieltor für die Münchnern zum 2:0 nach (41.). Nach einem gehaltenen Foulelfmeter von Manuel Neuer gegen Ja-Cheol Koo (48.) verschoss Thomas Müller einen Handelfmeter (57.).

Bayern München - FC Augsburg
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Trotz starker Leistung verliert der FC Augsburg am Ende gegen den FC Bayern. Dong-Won Ji (69.) verkürzte auf 1:2, mehr war für den Gast nicht drin. Kurz vor Abpfiff sorgte David Alaba (90.+3) für den Schlusspunkt.

Borussia Dortmund - 1. FC Union Berlin 3:0 i.E . (1:1, 1:1, 1:0)
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Die Dortmunder zeigen erst im Elfmeterschießen einen Klassenunterschied gegen Berlin. Bei den Eisernen verschießen alle angetretenen Spieler, BVB-Keeper Roman Weidenfeller pariert zweimal. Union hielt unterstützt von rund 11 000 Fans in Dortmund gut mit. Kurz vor der Pause unterlief Michael Parensen aber ein unglückliches Eigentor zum 1:0 für den BVB (45.).

Verbotene Fan-Show der Berliner
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Steven Skrzybski versetzte die Berliner Fans in Halbzeit zwei mit dem 1:1 in Ekstase (81.) und brachte sein Team in die Verlängerung. Dort fiel dem BVB ohne seinen Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang nicht viel ein.

Der VfB sei erleichtert, dass der Spieler keine langfristigen gesundheitlichen Schäden davongetragen habe, teilte der Club mit. Die Vorgänge konnten „aus Sicht des VfB Stuttgart nicht folgenlos bleiben“, sagte Sportvorstand Jan Schindelmeiser.

Details aus den Gesprächen mit Großkreutz und dessen Berater nannte er nicht. Darüber wurde Stillschweigen vereinbart. „Gerade die Spieler der ersten Mannschaft haben eine besondere Vorbildfunktion für den Verein im Allgemeinen und unsere Jugendspieler im Besonderen“, sagte Schindelmeiser. „Dieser Rolle ist er nicht gerecht geworden.“ Großkreutz wisse, dass er „großen Mist gebaut hat“.

Großes Potential
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