Abstiegsendspurt in der Bundesliga
Zwischen Titanic-Rettern und Heinz-Dieter Lömm

Bereits am 33. Spieltag könnte der Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga entschieden sein und den Fans damit ein Showdown entgehen. Das war in der Vergangenheit auch anders - ein Blick zurück auf Krimis und Langweiler.
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Saison 1998/99

Am letzten Spieltag der Saison 1998/99 lieferten sich der 1. FC Nürnberg, Hansa Rostock und Eintracht Frankfurt den wohl spannendsten Abstiegskrimi der Bundesliga-Geschichte. Zur Halbzeit des 34. Spieltags liegt Frankfurt (0:0 gegen Kaiserslautern) zwei Punkte und drei Tore hinter Nürnberg (0:2 gegen Freiburg) sowie drei Punkte auf Rostock (1:0 in Bochum) zurück.

Während Oliver Neuville Hansa mit zwei Treffern die Klasse sicherte, begann zeitgleich die Aufholjagd der Hessen: Chen Yang, Thomas Sobotzik, Marco Gebhardt und Bernd Schneider schossen bis zur 82. Minute einen 4:1-Vorsprung heraus, der gereicht hätte. Dann aber traf Marek Nikl für die Franken zum 1:2 - und Frankfurt rutschte wieder auf Rang 16 ab. 60 Sekunden vor Schluss erlöste Jan-Aage Fjörtoft die Eintracht nach einem waghalsigen Übersteiger mit dem 5:1 während der nach Bremen wechselnde Frank Baumann in Nürnberg aus drei Metern frei an Freiburgs Keeper Richard Golz scheiterte. Der „Club“ stieg ab und Fjörtoft äußerte den denkwürdigen Satz, dass sein Trainer Jörg Berger „selbst die Titanic gerettet hätte“.

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