Acht Fragen an: Rudi Völler
„Geld schießt auf Dauer eben doch Tore“

2002 bekleidete Rudi Völler noch selbst das Amt des Bundestraineres, mittlerweile ist der 46-Jährige Sportdirektor bei Bayer Leverkusen. Mit dem Handelsblatt sprach er über seinen Nachfolger Jürgen Klinsmann, die deutschen WM-Chancen und die Qualität der Bundesliga im Vergleich zu anderen europäischen Ligen.

Herr Völler, am Montag hat Jürgen Klinsmann verkündet, mit welchen Spielern er gedenkt, Weltmeister zu werden. Hätten Sie ähnlich entschieden?

Ich freue mich sehr für Jens Nowotny, er hat sich diese Nominierung mit einer sehr guten Rückrunde verdient. Ansonsten möchte ich mich nicht zum Kader äußern.

Hätten Sie Odonkor nominiert?

Wie gesagt, es steht mir nicht zu, etwas dazu zu sagen.

Sie arbeiten während der WM als Experte für RTL, der Sender überträgt allerdings keine deutschen Spiele; war das für Sie Voraussetzung, um die Arbeit von Jürgen Klinsmann nicht unmittelbar beurteilen zu müssen?

Ja, ich hatte zunächst ein sehr gutes Angebot vom ZDF, aber wenn man zwei Jahre zuvor selbst noch verantwortlich war für diese Mannschaft und viele Spieler noch selbst trainiert hat, dann wird man nie objektiv genug sein. Sicher werden wir auch bei RTL über die deutsche Mannschaft sprechen, aber eben nicht unmittelbar nach einem Spiel.



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Dann lassen Sie uns 23 Tage vor dem Eröffnungsspiel doch über die Chancen der deutschen Elf sprechen. Wie weit kommt Klinsmanns Kader?

Brasilien ist der absolute Top-Favorit, die sind noch besser, als vor vier Jahren. Danach gibt es fünf, sechs Teams, die Argentinier, die Engländer, Franzosen, die Holländer, die Italiener und auch wir, die ebenfalls Chancen haben. Und ich persönlich hoffe auch auf einen Außenseiter aus Afrika, der weit kommt, vielleicht die Elfenbeinküste.

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