Adidas-Streit
Rummenigge droht DFB

Im Ausrüsterstreit zwischen dem Deutschen Fußballbund (DFB) und dem Sportartikelhersteller Adidas hat der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, erneut Stellung bezogen. Am Rande des Spitzenspiels gegen den FC Schalke 04 warf Rummenigge dem DFB vor, er verfahre gegenüber seinem langjährigen Partner unseriös.

HB MÜNCHEN. Was ihn am meisten störe, so Rummenigge gegenüber dem Handelsblatt, „ist die Art und Weise wie DFB-Präsident Theo Zwanziger und Oliver Bierhoff den vertrauten Partner Adidas diskreditieren, in dem sie jedes Detail der laufenden Verhandlungen in die Öffentlichkeit zerren. Wir hatten selbst einmal ein Angebot von Nike, darüber hat man aber in der Presse nichts lesen können.“

Hintergrund für den eskalierenden Streit ist das Angebot des Adidas-Konkurrenten Nike, den DFB ab 2011 auszurüsten und dafür angeblich 500 Millionen Euro zahlen zu wollen. Adidas, seit 1954 an der Seite des DFB, geht seinerseits davon aus, dass gemäß einer mündlichen Vereinbarung vom vergangenen Sommer der bestehende Kontrakt bis 2014 verlängert wird. Adidas zahlt nach Schätzungen gerade mal ein Sechstel der von Nike gebotenen Summe. Um den Streit beizulegen, wurde jetzt ein Schiedsgerichtsverfahren eingeleitet. Sollte der DFB zu Nike wechseln, droht Rummenigge, die in Adidas spielenden Bayern-Profis für Werbeaktivitäten mit der Nationalmannschaft nicht mehr abzustellen. „Ich habe DFB-Chef Zwanziger bereits gesagt, dass unsere Spieler dann nicht mehr zur Verfügung stehen.“

Rummenigge, selbst „bekennender Adidas-Mann“, wirft dem DFB Scheinheiligkeit vor, wenn Zwanziger behaupte, er könne das Nike-Angebot gar nicht ablehnen, da man das Geld in „Bolzplätze“ stecken und den Nachwuchs fördern wolle. Darüber könne er nur schmunzeln, erklärte Rummenigge: „Aus dem Nachwuchskonzept des DFB finden Sie nicht einen Spieler, der in der Bundesliga spielt. Das machen die Vereine.“

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