Adidas und Fußball
Franken können auf Chelsea pfeifen

Der FC Chelsea kündigt Adidas – und entschädigt den deutschen Dax-Konzern für das vorzeitige Vertragsende mit zig Millionen. Für Adidas ist das ein Segen – zumal die Franken in England weiter prominent vertreten sind.
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DüsseldorfDer Londoner Fußballklub FC Chelsea hat für Mitte 2017 den Ausrüstervertrag mit Adidas beendet. Was auf den ersten Blick als Rückschlag für den Herzogenauracher Sportartikelhersteller erscheint, erweist sich mit Blick auf die Umstrukturierung des Konzerns als Segen.

Adidas verliert zwar einen ehemaligen Champions-League-Sieger und amtierenden englischen Meister. Doch in der nächsten Saison spielt Chelsea vermutlich nicht einmal im Europapokal. Zudem spart die Aufkündigung des Deals, die vom Klub ausging, dem deutschen Konzern Millionen. Entsprechend hat Adidas im Vorfeld der Hauptversammlung seine Gewinnprognose für das laufende Jahr erhöht.

Der Ertrag aus den fortgeführten Geschäftsbereichen werde nun um rund 25 Prozent steigen und bei etwa 900 Millionen Euro liegen, teilte der Sportartikelkonzern am Mittwochabend in Herzogenaurach mit. Die bisherige Erwartung hatte zwischen 15 und 18 Prozent gelegen. Zudem soll der Anteil des operativen Gewinns am Umsatz jetzt auf 7,0 Prozent (bisher: 6,6 bis 7,0 Prozent) steigen.

Den Angaben zufolge haben Adidas und der FC Chelsea vereinbart, den ursprünglich bis zum Jahr 2023 laufenden Ausrüstungsvertrag im beiderseitigen Einvernehmen zum 30. Juni 2017 aufzulösen. Der Vertrag war erst 2013 für zehn Jahre verlängert worden.

Presseberichten zufolge hatte er ein Volumen von 353 Millionen Euro. Er galt vor drei Jahren als der bis dahin höchstdotierte Ausrüstervertrag, den je ein Fußballteam abgeschlossen hatte. Adidas erhöhte seine jährlichen Zahlungen an Chelsea von 23,5 Millionen um rund zehn Millionen Euro pro Jahr.

Nun läuft es allerdings umgekehrt: Als Entschädigung dafür erhalte Adidas eine Zahlung, „die sich bereits im zweiten Quartal 2016 positiv auf das Ergebnis auswirken wird“, heißt es. Demnach soll die Einmalzahlung den Konzerngewinn der Franken um einen Betrag im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich steigern.

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  • Da hatte Spiegel wieder mal einen guten Riecher.

    Um 14:32 Uhr fordert er die Dauerkommentierer auf, und hier ist:

    Ralph S.

  • Das war natürlich der Delli-Troll, Man erkennt es an dem blöxxxx Kommentar.
    Ich, das Origina,l schreibe nur sachliche Kommentare zu wichtigen Artikeln.

  • Frau Annette Bollmohr@Das ist nur der Spiegel-Troll, völlig daneben, wie immer.

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