Afrikaner vor dem Aus
Ghana gegen starke Tschechen gehörig unter Druck

Gegensätzlicher könnten die Voraussetzungen vor dem heutigen Vorrundenduell zwischen Tschechien und Ghana (18.00 Uhr) kaum sein. Während Rosicky und Co. den Achtelfinaleinzug klar machen können, steht Ghana vor dem Aus.

Mit dem Selbstbewusstsein vom Gala-Auftakt gegen die USA peilt die Tschechische Republik bereits heute im zweiten WM-Gruppenspiel den Sprung ins Achtelfinale an - auch mit dem "B-Sturm". "Wir können nicht unsere Idealbesetzung aufbieten, aber wir haben einen starken Kader. Wir werden gewinnen und damit die nächste Runde erreichen", sagte Trainer Karel Brückner vor dem Auftritt in Köln gegen Ghana (18.00 Uhr/live im ZDF und bei Premiere).

Koller und Baros müssen passen

Die Tschechen, die beim glanzvollen 3:0 gegen die USA die hohen Erwartungen erfüllen konnten, müssen auf Torjäger Jan Koller (Muskelfaserriss) und EM-Torschützenkönig Milan Baros (Fußverletzung) verzichten. "Wenn wir uns qualifizieren, dürfte ich im Achtelfinale wieder dabei sein. Wenn wir so auftreten wie gegen die USA, sollten wir keine Probleme bekommen", erklärte der 33-jährige Koller, der im Angriff vom langjährigen Bundesligaprofi Vratislav Lokvenc ersetzt wird.

Auch der Ex-Hamburger Tomas Ujfalusi glaubt trotz der personellen Probleme an den zweiten Sieg. "Es sind natürlich keine guten Nachrichten, wenn unsere besten Stürmer ausfallen. Wir haben aber noch andere gute Angreifer und genügend Spieler, die Tore schießen können", meinte der Abwehrspieler des AC Florenz vor seinem 50. Länderspiel. Dabei ruhen die tschechischen Hoffnungen auf dem torgefährlichen Mittelfelduo Tomas Rosicky, der gegen die US-Boys doppelt traf, und Pavel Nedved.

Großen Respekt vor dem Europameister von 1976 zeigt auch WM-Neuling Ghana, der nach seiner 0:2-Niederlage gegen Italien schon unter Druck steht. "Die Stärken der Tschechen sind ein starker Torhüter, vier Abwehrspieler, vier Mittelfeldspieler und zwei Stürmer", stellte Coach Ratomir Dujkovic fest und fügte an: "Wir sind aber stark genug, um sie zu schlagen."

Kapitän Stephen Appiah ist sich unterdessen der schwierigen Ausgangssituation bewusst. "Wenn wir verlieren, dann sind wir draußen. Ich bin aber immer noch überzeugt, dass wir die Gruppenphase überstehen werden und ins Halbfinale einziehen können", so der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler.

"Unsere Angreifer werden irgendwann treffen"

Die Afrikaner müssen allerdings ihre gegen die Italiener gezeigte Schwäche im Angriff ablegen. "Es kann vorkommen, dass der Ball mal am Tor vorbei fliegt. Unsere Angreifer sind aber in guter Verfassung und werden irgendwann treffen", sagte der Serbe Dujkovic, der keine Kritik an seinem Stürmern aufkommen lassen will.

© SID

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