Fußball
Alarmbereitschaft vor Partie in der Slowakei

Verstärkte Kontrollen im Vorfeld und direkt vor dem Anpfiff sollen für Sicherheit beim Länderspiel am Samstag in Bratislava gegen die Slowakei (20 Uhr/live im ZDF) sorgen. Nur 560 Fans dürfen das deutsche Team begleiten.

Mit strengen Sicherheitsvorkehrungen wollen die deutschen Verantwortlichen den reibungslosen Ablauf beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft am Samstag in Bratislava gegen die Slowakei (20 Uhr/live im ZDF) garantieren. Daher dürfen lediglich 560 deutsche Fans die DFB-Auswahl offiziell begleiten. Außerdem rechnen der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die deutschen Sicherheitsbehörden aber mit der Einreise illegaler Holligans und wollen mit einem Maßnahmen-Paket Ausschreitungen wie Ende März im slowenischen Celje verhindern.

"Wir sind über einen so genannten Lagebericht ständig über den aktuellen Stand informiert. Die Sicherheitsvorkehrungen sind in Absprache mit den Gastgebern getroffen. Weitere Details zu den Vorkehrungen werden nicht bekannt gegeben", sagte DFB-Mediendirektor Harald Stenger.

Karten nur über Fan-Klub der Nationalmannschaft

Zu den Maßnahmen gehörten Meldeauflagen genauso wie Ausreiseverbote für die gewaltbereiten Fans. In Zusammenarbeit mit der Polizei vor Ort sollen die Kontrollen auf Flughäfen, Bahnhöfen und Zufahrtstraßen verstärkt werden. Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech hatte erklärt, dass es Erkenntnisse geben würde, wonach mehrere hundert Hooligans in die Slowakei einreisen wollten. Auch im Bundesinnenministerium ist man vorbereitet. Bundesinnenminister Otto Schily wird selbst vor Ort sein und am Samstag anreisen. Auskünfte über zusätzliche Maßnahmen wollte das Ministerium allerdings nicht bekannt geben.

Auch die 560 anreisenden Fans müssen sich strengen Kontrollen unterwerfen. Lediglich über den Fan-Klub der Nationalmannschaft waren die Eintrittskarten zu beziehen. Die Tickets erhalten die Zuschauer erst vor Ort bei Vorlage der Gutscheine bzw. des Personalausweises.

Mit Hilfe dieser Maßnahmen soll ein "zweites Celje" verhindert werden. Ende März war es beim Länderspiel in Slowenien (1:0) zu schweren Ausschreitungen deutscher Hooligans gekommen. Hotels, Geschäfte und Teile des Stadions wurden verwüstet, am Ende warf die Bilanz von über 50 Festnahmen einen schwarzen Schatten auf die Begegnung. Die Slowenen hatten die Lage unterschätzt, obwohl es bereits zuvor Warnungen von deutschen Sicherheitsstellen gegeben hatte.

© SID

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