Alle wollen Brasilien ausweichen
Echte „Kracher“ erst ab dem Achtelfinale

Sieht man einmal von Argentinien gegen die Niederlande ab, hat die Auslosung zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 für die erste Runde noch nicht viele Top-Begegnungen ergeben. Schon in der zweiten Runde könnte es aber zu einigen echten Krachern kommen, wenn die Teams wie erwartet abschneiden. Dann könnte - wie im WM-Finale 1994 - Brasilien auf Italien treffen, oder Frankreich auf Spanien. Eine Neuauflage des Klassikers Deutschland gegen England ist ebenfalls wahrscheinlich.

HB LEIPZIG. Seit England im Finale von Wembley 1966 Deutschland 4:2 besiegte, scheint das Schicksal die beiden Fußballnationen immer wieder zusammenzubringen. Die drei Tore von Geoff Hurst in Wembley sind bis heute der einzige Hatrick in einem WM-Finale, obwohl die Deutschen weiterhin überzeugt sind, dass in einem Fall der Ball nie die Torlinie überquerte.

Vier Jahre später schlug das deutsche Team zurück und schlug England in Mexiko mit 3:2 nach einem 0:2-Rückstand. Zwei Mal musste England dann noch Niederlagen im Elfmeterschießen hinnehmen: 1990 im WM-Halbfinale in Italien und 1996 beim EM-Halbfinale auf heimischem Boden.

Die deutsche und die englische Nationalmannschaft könnten im Sommer in München aufeinander treffen, wo das Team von Sven-Göran Eriksson zuletzt 5:1 triumphierte. Damit es dazu kommt, dürfte nur eine Mannschaft Gruppenerster werden, die andere müsste Platz zwei in ihrer Gruppe erreichen. Gegen Costa Rica, Polen und Ecuador kann Deutschland sich wahrscheinlich durchsetzen und erster der Gruppe A werden.

England sieht sich dagegen Schweden gegenüber, dem Team, das es seit 1968 nicht mehr geschlagen hat. Bei der letzten WM in Japan endete das Match unentschieden, in Gothenberg im vergangenen Jahr siegten die Schweden. "Es ist wahrscheinlich Schicksal, schon wieder Schweden", sagte Eriksson. "Aber früher oder später müssen wir sie schlagen."

Die Gelegenheit bietet sich im Erstrundenspiel am 20. Juni in Köln. "Es ist sehr wichtig, die Gruppe zu gewinnen, sonst würden wir wahrscheinlich auf Deutschland treffen", sagt Eriksson. England gegen Schweden ist das dritte Spiel der Gruppe B. Bis dahin könnten sich beide Teams mit Siegen über Paraguay und Trinidad/Tobago schon für die nächste Runde qualifiziert haben.

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