Allgemein Doping
Fifa und Wada rufen Obersten Sportgerichtshof an

Die Fifa und die Welt-Antidoping-Agentur Wada haben im Streit über die Auslegung der Anti-Doping-Regeln unabhängig voneinander den Obersten Sportgerichtshof angerufen. Wada-Chef Pound bezeichnete die Lage als "kritisch".

Der Streit zwischen dem Fußball-Weltverband Fifa und der Welt-Antidoping-Agentur Wada um die Auslegung der Anti-Doping-Regeln findet eine Fortsetzung vor Gericht. Sowohl die Fifa als auch die Wada hatten zuvor unabhängig voneinander den Obersten Sportgerichtshof CAS in Lausanne angerufen. Dies gab Wada-Chef Dick Pound in Montreal bekannt. Der Kanadier warf Fifa-Präsident Sepp Blatter erneut einen "Mangel an Transparenz" vor: "Die Lage ist kritisch", sagte Pound.

Abweichung von der "Zweijahres-Regelsperre" als Haupstreitpunkt

Grund für den Streit ist die Auslegung des Welt-Antidoping-Codes, besonders in Bezug auf die Frage, wann von der Zweijahres-Regelsperre bei Verstößen abgewichen werden kann. Die Fifa hatte in den letzten Monaten bereits Statuten-Änderungen vorgenommen. Die Wada bezeichnete diese aber als unzureichend. Beide Seiten baten nun den CAS um eine rechtliche Überprüfung. Während die Wada ihren Einspruch mit allen Unterlagen als Kopie an die Fifa weitergab, hat es der Fußball-Weltverband laut Pound abgelehnt, der Wada entsprechende Details zur Verfügung zu stellen. "Dieser Mangel an Offenheit ist bedauerlich", sagte Pound.

© SID

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