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"Goldene Sportpyramide" für den "Kaiser"

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe zeichnet Franz Beckenbauer "für sein sportliches Lebenswerk" mit der "Goldenen Sportpyramide" aus. Die angesehenste Sportauszeichnung wird am 28. April in Berlin verliehen.

Die "Goldene Sportpyramide" geht 2006 an Franz Beckenbauer. Nach einer geheimen Wahl des Stiftungsrats der Deutschen Sporthilfe erhält der "Kaiser" am 28. April in Berlin die angesehenste deutsche Sportauszeichnung für sein "sportliches Lebenswerk, seine humanitären Aktivitäten sowie seine ungewöhnlichen Verdienste um das Ansehen Deutschlands in der Welt", wie die Stiftung am Dienstag mitteilte.

"Das ist eine wirklich tolle Auszeichnung und eine große Ehre für mich", sagte Beckenbauer dem Sport-Informations-Dienst (sid) in einer ersten Reaktion: "Um die Wertigkeit des Preises zu verstehen, muss man sich ja nur mal anschauen, wer ihn bislang schon bekommen hat." Mit der "Goldene Sportpyramide" ausgezeichnet wurden bereits Hans Günter Winkler, Rosi Mittermaier, Uwe Seeler, Manfred Germar, Roland Matthes, Ingrid Mickler-Becker sowie Max Schmeling, der im Vorjahr von Bundespräsident Horst Köhler drei Tage nach seinem Tod posthum geehrt worden war.

Einstimmige Entscheidung

Der Stiftungsrat der Deutschen Sporthilfe unter Vorsitz des früheren Mercedes-Chefs Jürgen Hubbert hatte sich einstimmig für die Auszeichnung von Beckenbauer entschieden. "Franz Beckenbauer ist ein Star, der Mensch geblieben ist", sagte dazu Sporthilfe-Chef Hans-Wilhelm Gäb. Die Ehrung des "Kaisers" findet in drei Wochen im Rahmen einer Benefiz-Gala zugunsten der Sporthilfe vor 350 geladenen Gästen im Berliner Hotel Adlon statt. Über den prominenten Laudator für den Preisträger will sich die Sporthilfe allerdings bis zuletzt in Schweigen hüllen.

In der Begründung für die Auszeichnung verwies die Sporthilfe unter anderem auf die humanitären Aktivitäten von Beckenbauer, der mit seiner eigenen Stiftung bereits seit 1982 geistig, seelisch und körperlich behinderte Menschen mit Millionenbeträgen unterstützt. Er engagiere sich zudem im Verein "Kinderhilfe Organtransplantation - Sportler für Organspende", sei bei zahlreichen humanitären Aktionen als Frontmann dabei und habe als Präsident von Bayern München Anteil daran, dass der deutsche Fußball-Rekordmeister in den letzten Jahren diverse Benefiz-Spiele zugunsten der Sporthilfe austrug.

Engagement für WM gewürdigt

Zugleich würdigte die Sporthilfe Beckenbauers Einsatz für die Fußball-WM 2006. Nach dem Bemühen um die Austragung in Deutschland habe er auch die "einzigartige Strapaze auf sich genommen, in fünf Kontinenten alle 31 Gastländer des Turniers zu besuchen". Dabei, so erklärte die Sporthilfe, habe Beckenbauer "durch sein persönliches Auftreten und das daraus resultierende positive Medienecho weltweit eindrucksvolle Werbung für sein Land" gemacht. Beckenbauer war bei seiner Tour um die Welt unter anderem von zwölf Staatspräsidenten sowie fünf Regierungschefs empfangen worden.

© SID

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