Am Achtelfinale geschnuppert
Angola schrammt an Überraschung vorbei

Zumindest einige Minuten durfte der krasse Außenseiter Angola am WM-Achtelfinale schnuppern, doch am Ende reichte das 1:1 im abschließenden Vorrundenspiel der Gruppe D in Leipzig gegen den Iran nicht zum Weiterkommen.

WM-Neuling Angola muss trotz einer großartigen Leistung die frühzeitige Heimreise antreten: Die Westafrikaner kamen in ihrem letzten Vorrunden-Spiel in Leipzig gegen den Iran nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und schlossen die Gruppe D auf dem dritten Tabellenrang ab.

Der eingewechselte Flavio sorgte mit einem Kopfball in der 60. Minute für das erste WM-Tor in der Geschichte Angolas und für große Hoffnung, doch noch den zweiten Tabellenrang und damit das Achtelfinale zu erreichen. Diese zerstörte jedoch Sohrab Bakhtiarizadeh mit seinem Ausgleichstreffer in der 75. Minute. Die Iraner waren bereits zuvor gescheitert. Schätzungsweise 3 000 Sitzschalen blieben bei der Partie im mit 43 000 Zuschauern offiziell ausverkauften Zentralstadion frei.

Die Iraner bestimmten von Anfang an das Geschehen. Der ehemalige Bundesligaprofi Ali Daei, der zuletzt wegen Rückenproblemen fehlte und nun sein 149. Länderspiel bestritt, verfehlte in 24. Minute mit einem Kopfball den Kasten. In der 14. Minute war Kaiserlauterns Ferydoon Zandi mit einem Schuss aus zehn Metern von der linken Seite an Keeper Joao Ricardo gescheitert. Für seinen geschlagenen Torwart rettete in der 27. Minute dann Mendonca auf der Linie nach Kopfball von Vahid Hashemian. Der Hannoveraner musste vor der Pause wegen Rückenproblemen ausgewechselt werden. Auch Mittelfeldmann Andranik Teymourian verpasste in der 40. Minute mit einem Flachschuss eine mögliche Führung.

Erst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit musste Irans Keeper Ebrahim Mirzapour seine erste Großtat vollbringen: Der 27-Jährige lenkte einen Schuss von Love von der Strafraumgrenze über die Latte. Im Team von Trainer Luis Goncalves De Oliveira überzeugten besonders der laufstarke Antreiber Mendonca im Mittelfeld, der kurz nach der Pause mit einem Flachschuss das Ziel knapp verfehlte, und Torwart Joao Ricardo. Die Löwen von Persien hatten ihre Aktivposten in Zandi und dem Hamburger Mehdi Mahdavikia.

Irans kroatischer Trainer Branko Ivankovic hatte in seinem wohl letzten Match als Cheftrainer Bayern-Mittelfeldmann Ali Karimi nicht in die Anfangsforamtion genommen. Der 27-Jährige war in der zweiten Partie gegen Portugal nach seiner Auswechslung unangenehm aufgefallen, als er gegen eine Medizintasche trat. Bei den Afrikanern schmorte Ex-Bundesligaprofi Rui Marques (79 Einsätze für Ulm, Hertha und Stuttgart) ebenfalls beim Anpfiff auf der Wechselbank.

© SID

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