Angeblicher Franco-Anhänger im Vorstand
Große Unruhe beim FC Barcelona

Berichte um angebliche rechtsradikale Neigungen eines Vorstandsmitglieds haben den spanischen Fußballmeister FC Barcelona in eine Krise gestürzt.

dpa BARCELONA. Die vereinsinterne Opposition forderte nach Presseberichten vom Mittwoch den Rücktritt von „Barça“-Präsident Joan Laporta und drohte mit einem Misstrauensvotum. In der Affäre geht es darum, ob das Vorstandsmitglied Alejandro Echevarría der rechtsgerichteten „Stiftung Francisco Franco“ angehört, die das Erbe des spanischen Ex-Diktators pflegt.

Laporta hatte Berichte über die angeblichen politischen Aktivitäten seines Schwagers energisch zurückgewiesen: „Echevarría hat dieser Stiftung nie angehört, und er wird es auch nicht tun.“ Das frühere Vorstandsmitglied Luis del Val legte jedoch notariell beglaubigte Dokumente vor, aus denen hervorgehen soll, dass Echevarría doch Mitglied der Organisation ist.

Dieser präsentierte daraufhin eine Bescheinigung der Franco-Stiftung aus dem Jahr 2003, die das Gegenteil beweisen soll. Der Sicherheitsbeauftragte des Barça-Vorstands ließ allerdings unklar, weshalb er dieses Papier erst jetzt vorlegte. Die Frage ist besonders heikel, weil die Anhänger der Katalanen ihren Club als ein Opfer der Unterdrückung während der Franco-Diktatur (1939-1975) sehen, den Erzrivalen Real Madrid dagegen gern als den „Verein des Regimes“ darstellen.

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