Fußball
Anklagen im Wett-Skandal eingereicht

Im Zuge des Wett- und Manipulationsskandals im deutschen Fußball hat die Staatsanwaltschaft Berlin in sechs Fällen Anklage wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs beim Landgericht Berlin eingereicht.

Der Wett- und Manipulationsskandal im deutschen Fußball beschäftigt in Zukunft das Berliner Landgericht. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat in sechs Fällen Anklage wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs eingereicht. Die Abgabe der Anklageschrift gegen die früheren Schiedsrichter Robert Hoyzer und Dominik Marks, die kroatischen Brüder Ante, Filip und Milan S. sowie den zuletzt bei Regionalligist Chemnitzer FC unter Vertrag stehenden Spieler Steffen Karl bestätigte Sprecher Michael Grunwald von der Staatsanwaltschaft nach Abschluss der rund fünfmonatigen Ermittlungen auf Anfrage des Sport-Information-Dienst (sid). Wann das Gericht über die Zulassung der Klage und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheidet, konnte Grunwald nicht sagen.

Von den sechs Angeklagten befinden sich derzeit noch die Brüder Ante und Filip S. in Untersuchungshaft. Hoyzer, Marks, Karl und Milan S. dagegen wurden nach ihren zwischenzeitlichen Festnahmen nach ausführlichen Einlassungen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Gegen den im Laufe der Ermittlungen unter Verdacht geratenen Ex-Schiedsrichter Jürgen Jansen und den ehemaligen Schiedsrichter-Obmann Wieland Ziller erhob die Staatsanwaltschaft keine Anklage. Der Kontroll-Ausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) allerdings hat sowohl gegen Jansen als auch gegen Ziller eine lebenslange Sperre beantragt.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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