Ankunft in der Eifel
Eidgenossen im "27. Kanton" begrüßt

Die Schweizer Nationalmannschaft ist kurz vor Beginn der WM in Deutschland eingetroffen. Die Eidgenossen landeten in Frankfurt mit dem früheren Bundesligaprofi Hakan Yakin, der den verletzten Johan Vonlanthen ersetzt.

Der Eifel-Kurort Bad Bertrich hat sich kurzerhand zur Begrüßung der schweizerischen Nationalmannschaft in das "27. Kanton der Schweiz" umbenannt, um den Eidgenossen einen gebührenden Empfang zu bereiten. Eigens aus der Schweiz angereiste Alphornbläser und Gugge-Musiker haben bei Ankunft des Teams von Trainer Jakob "Köbi" Kuhn am Donnerstag dafür gesorgt, dass sich die Delegation aus dem deutschen Nachbarland wie zu Hause fühlen durfte.

Zuvor waren die Schweizer, die während der Weltmeisterschaft im Fünf-Sterne-Kurhotel Fürstenhof residieren werden, um 14.05 Uhr auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn gelandet. Vor ihrem Weitertransport ins rund 30 Kilometer entfernte Bad Bertrich wurden sie vom Präsidenten des Fußball-Verbands Rheinland, Walter Desch, offiziell begrüßt.

"Wir freuen uns sehr über den tollen Empfang. Es wird sicher eine tolle WM und wir sind hoffentlich lange im Turnier dabei", sagte Nationalmannschafts-Manager Ernst Lämmle, für dessen Team die Karnevalsvereine aus dem Umland von Bad Bertrich eigens einen Festumzug durch die Straßen der 976 Einwohner zählenden Gemeinde organisierten.

Erstes öffentliches Training auf deutschem Boden

Nach dem Empfang bittet Kuhn, in dessen Mannschaft derzeit niemand ernsthaft verletzt ist, seine Auswahl um 18.30 Uhr im Uesbachtal-Stadion zum ersten öffentlichen Training auf deutschem Boden. Der Trainingsplatz wurde eigens für die Schweizer, die in ihrer ersten Vorrunden-Begegnung am Dienstag in Stuttgart auf Frankreich treffen, mit finanzieller Unterstützung der rheinland-pfälzischen Landesregierung ausgebessert.

Bad Betrichs Bürgermeister Günter Eichberg, früher Präsident von Bundesligist Schalke 04, hatte bereits vor Monaten dem Ortsschild einen roten Anstrich, ein Schweizer Kreuz und den Zusatz "27. Kanton der Schweiz" verpasst. In der Tat erinnert die Region rund um Bad Bertrich, mit dem gewaltigen Felsmassiv und den beiden Tunneln zur Ortsumgehung, an das Alpenland.

Vonlanthen-Thema ist erledigt

Auf Grund der Begeisterung rund um das Team rückte das Theater um Stürmer Johan Vonlanthen endgültig in den Hintergrund. An Stelle von Vonlanthen, der gegen sein verletzungsbedingtes WM-Aus gekämpft hatte und mit dem Verband auf Konfrontationskurs gegangen war, nahm Kuhn den früheren Bundesligaprofi Hakan Yakin mit nach Deutschland. "Das Thema ist erledigt. Wir konzentrieren uns jetzt voll auf die WM", sagte der Coach.

Bevor der Weltverband Fifa die Nachnominierung Yakins am Mittwochabend legitimiert hatte, mussten sich die Schweizer mit der ungewöhnlichen Vorgehensweise Vonlanthens auseinandersetzen. Der Stürmer hatte einen Untersuchungsbefund vorgelegt, der im Gegensatz zur Einschätzung der medizinischen Abteilung der Nationalmannschaft stand. Der Torjäger wollte mit dem Befund seine ausreichende Fitness unter Beweis stellen und seine WM-Teilnahme erzwingen.

© SID

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