Ankunft in der Hauptstadt
DFB-Kicker beziehen WM-Quartier im Grunewald

Unter tosendem Applaus mehrerer hundert Schaulustiger sind die deutschen Nationalspieler in Berlin in das Schlosshotel im Grunewald eingezogen. Zu den ersten Ankömmlingen gehörten Torsten Frings und Marcell Jansen.

Ein Aufgebot von mehreren hundert Schaulustigen, rund 50 Journalisten und 20 Kamerateams aus aller Welt haben am Montagmittag die deutschen Nationalspieler am Schlosshotel im Grunewald empfangen. Der Bremer Torsten Frings sowie der Mönchengladbacher Marcell Jansen gehörten zu den ersten Ankömmlingen, die unter tosenden Applaus das deutsche WM-Quartier bezogen.

Die Spieler, die am Nachmittag vom Trainerstab um Bundestrainer Jürgen Klinsmann erwartet wurden, sollten individuell mit dem Shuttle-Service in Limousinen mit verdunkelten Scheiben bis vor die Eingangspforte der Fünf-Sterne-Unterkunft chauffiert werden. Zur Überraschung aller fuhr Torhüter Timo Hildebrand mit einem Taxi vor, stieg 20 Meter vor dem Hotel aus und gab auf dem Weg zum Hotelgelände noch Autogramme. Mittelfeldspieler Tim Borowski ließ sich sogar im Privatwagen von seiner Freundin kutschieren.

Hitzlsperger erfüllte Autogrammwünsche

Gegen 14.55 Uhr komplettierte das Bayern-Quartett mit Michael Ballack, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Oliver Kahn den Kader und die Zufahrt zum Hotel wurde geschlossen. Lahm und Thomas Hitzlsperger widmeten sich wie Teammanager Oliver Bierhoff noch einige Minuten den Fans, um weitere Autogrammwünsche zu erfüllen. "Das ist großartig. Einen solchen Empfang haben wir wirklich nicht erwartet", sagte Hitzlsperger.

Der elfjährige Alexander und sein 23 Jahre alter Bruder Dominik aus dem Berliner Bezirk Kreuberg waren dennoch etwas enttäuscht von den Fußballern. "Schade, dass nur Hitzlsperger und Lahm noch einmal herauskamen und Autogramme schrieben. Wir hätten gerne auch von Kahn und Ballack die Unterschriften gehabt, aber vielleicht war die Anreise ja zu stressig", sagten die Brüder.

"Auf diesen Moment haben wir in Berlin jahrelang gewartet"

Eine Dame fortgeschrittenen Alters war mit ihrer Ausbeute dagegen zufrieden. Sie ließ die zur Verfügung stehenden Nationalspieler auf einem Lederball unterschreiben und wird das Souvenir ihrem Enkel überreichen. "Auf diesen Moment haben wir in Berlin jahrelang gewartet. Es ist nicht schlimm, wenn die Ausbeute etwas mager ist", sagte die Großmutter.

Die Straßen rund um das Schlosshotel waren für den motorisierten Verkehr großräumig abgesperrt, so dass zahlreiche Fans mit dem Fahrrad vorfuhren. Rund zehn Polizisten sorgten vor den gusseisernen Zäunen der Anlage für einen reibungslosen Ablauf. Die Nachbarn des Schlosshotels hatten sich zum Teil in ihren Vorgärten postiert und beobachteten das Treiben.

Einige Autofahrer kam das Parken in unmittelbarer Nähe des Geländes teuer zu stehen. Sie wurden umgehend abgeschleppt. Innenverteidiger Christoph Metzelder hatte sich den Trubel erspart und war bereits wie der gesamte Trainerstab am Sonntagabend in Berlin eingetroffen.

© SID

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