Anschlagsgefahr hoch
Beckstein sorgt sich um das iranische WM-Team

Ein möglicher Anschlag auf die iranische Nationalmannschaft bei der WM lässt Günther Beckstein Sorgenfalten auf der Stirn wachsen. Der bayerische Innnenminister fordert deshalb erneut einen Einsatz der Bundeswehr.

Die Sorge um einen möglichen Anschlag auf die iranische Nationalmannschaft bei der WM in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) ist präsent. Insbesondere der bayerische Innenminister Günther Beckstein hat seine Befürchtungen geäußert: "Ein nicht vorneherein auszuschließendes Szenario ist, dass unter Umständen iranische Stellen etwas anstellen, um es der Volksmudschahedin in die Schuhe zu schieben und sie international zu diskreditieren", sagte der CSU-Politiker der Tageszeitung Die Welt.

Die Volksmudschahedin sind eine auch in der Bundesrepublik vertretene iranische Oppositionsbewegung, die 2002 auf Wunsch der iranischen Regierung auf die EU-Terrorliste gesetzt wurde. Für Beckstein ist die Endrunde in Deutschland auf Grund ihrer öffentlichen Wirksamkeit für den Terror ein generelles Ziel: "Es gibt kaum ein besseres Ziel als die WM, wo bei einem Spiel Milliarden Menschen rund um den Globus zuschauen." Der Präsident der seit Donnerstag stattfindenden Innenministerkonferenz (IMK) in Garmisch-Partenkirchen forderte deshalb erneut einen Einsatz der Bundeswehr als Entlastung für die Polizei.

Anders als Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hätte Beckstein ein Problem mit einem Besuch des iranischen Staatsoberhauptes Mahmud Ahmadinedschad bei der WM. "Für mich ist der iranische Präsident kein erwünschter Gast. Er hat mehrfach den Holocaust geleugnet. Das ist in Deutschland eine Straftat", so Beckstein, der zudem mit Sicherheitsrisiken bei etwaigen Demonstrationen gegen Ahmadinedschad rechnet.

© SID

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