Anstoß zur WM-Beschäftigungsinitiative
WM soll 100 000 neue Jobs bringen

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) haben eine gemeinsame Beschäftigungs-Initiative zur Fußball-Weltmeisterschaft gestartet. Den symbolischen Anstoß führten DFB-Präsident Theo Zwanziger und BA-Vorstand Heinrich Alt am Montag im Mittelkreis des Frankfurter WM-Stadion aus. Ziel ist die regionale Vermittlung von Personal für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr.

HB FRANKFURT/MAIN. Bis zu 100 000 neue Arbeitsplätze soll die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nach Schätzungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Deutschland schaffen. "Wir wollen alle potenziellen Arbeitgeber qualifiziert bei der Vermittlung neuer Arbeitskräfte unterstützen", kündigte Alt am Montag zum Start der Zusammenarbeit von BA und DFB an. Allerdings seien 100 000 neue Jobs ein ehrgeiziges Ziel - fest zu rechnen sei auf jeden Fall mit 50 000 neuen Arbeitsplätzen, betonte Alt.

"Wir haben in Deutschland fünf Millionen Arbeitslose - davor darf der DFB seine Augen nicht verschließen", sagte Zwanziger. Bei der gemeinsamen Aktion mit dem Titel "Einstellungssache - der schnellste Weg zum richtigen Mitarbeiter" können Unternehmen, die während der WM Mitarbeiter benötigen, Kontakt mit der BA aufnehmen. Dies ist telefonisch, schriftlich oder elektronisch möglich. Uber eine WM-Hotline nehmen Mitarbeiter der BA die Personalwünsche der Arbeitgeber entgegen und schlagen ihnen geeignete Bewerber vor. Für qualifizierte Tätigkeiten werden binnen 48 Stunden Arbeitssuchende vorgeschlagen, hieß es. Für einfachere Tätigkeiten könnten auch sofort Vorschläge gemacht werden.

Ziel sei es, Unternehmen bei ihrer Personalauswahl zu entlasten. Gesucht werden laut Bundesagentur insbesondere Köche, Sicherheits- und Reinigungspersonal sowie Fahrer. "Selbst wenn sicherlich mehr als die Hälfte aller Jobs im Zusammenhang mit der WM nur kurzfristige sein werden, so schaffen sich die Arbeitslosen eine Referenz und gute Qualifikationen in ihrem Lebenslauf", sagte Zwanziger.

Der Personaldienstleister Manpower mit Sitz in Frankfurt sieht in der WM 2006 eine Chance für den Arbeitsmarkt. "Auch wenn viele Verträge sicherlich befristet sein werden, so werden durch die WM dennoch viele einen Fuß in die Tür eines Unternehmens bekommen", sagte Manpower-Sprecherin Katja Hartmann. Es werde garantiert viele neue Stellen geben.

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