Argentinien-Coach: „Ein Spiel wie ein Schicksalsschlag“
Eine Fußball-Party in Gelb, Grün und Blau

Das Finale des Confederation Cups 2005 wurde zu einer beeindruckenden Demonstration der Stärke der Ballzauberer vom Zuckerhut. Die Brasilianer spielten beim 4:1 (2:0)-Erfolg gegen Argentinien Fußball von einem anderen Stern-und bewiesen weitere entscheidende Qualitäten.

FRANKFURT. Erst tanzten Adriano, Ronaldinho & Co. auf dem Platz den Erzrivalen Argentinen schwindelig, dann schnappten sich die Brasilianer Samba-Trommel und Tamburin und ließen dem Rhythmus, bei dem man mit muss, auch außerhalb des Spielgeschehens freien Lauf - der Schlusspunkt der „Mini-WM“ vor 45 591 restlos begeisterten Fans im Frankfurter WM-Stadion wurde zu einer Fußball-Party in Gelb, Grün und Blau.

Den letzten großen Auftritt an diesem großartigen Abend hatten die Spieler des fünfmaligen Weltmeisters eine Minute vor Mitternacht: Über hundert Journalisten warteten in der Mixed Zone auf die Sieger, als die Kabinentür aufging und alle Brasilianer - angeführt von Roque Junior und Ronaldinho - singend, tanzend und trommelnd herauskamen, eine Runde drehten und lachend verschwanden. "Auf Wiedersehen", sagte Bayern-Verteidiger Lucio noch - und es klang wie ein Versprechen für 2006.

"Daran wird Argentinien noch lange denken", schmunzelte WM-OK-Chef Franz Beckenbauer nach der Fußball-Gala des Weltmeisters und schwärmte: "Das war ein fantastischer Abschluss. Wenn die Brasilianer so spielen wie heute, gibt es keine Mannschaft auf der Welt, die sie schlagen könnte." Und es gab an diesem Abend wohl niemanden, der ihm da widersprechen mochte.

Denn was der Weltmeister während der 90 Minuten abgeliefert hatte, kam für die müden Gauchos über weite Strecken einer Demütigung gleich. Erst beim Stand von 4:0 nach traumhaften Toren des erneut überragenden Adriano (11./63.) - er wurde nicht nur Torschützenkönig, sondern auch zum besten Spieler des Turniers gekürt - Kaka (16.) und Ronaldinho (47.) hatten die Argentinier durch Aimar (66.) den Ehrentreffer erzielt. "So eine Niederlage tut sehr weh. Aber die Brasilianer waren heute einfach besser. wir wurden einfach von ihnen überrollt", räumte Trainer José Pekerman freimütig ein und gewährte noch einen kurzen Einblick in sein Seelenleben: "Es gibt Spiele, die sind wie ein Schicksalsschlag."

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