Argentinien denkt gegen Deutschland gar nicht an eine Niederlage
Der Glaube an die Unbesiegbarkeit

Die argentinische Nationalelf strotzt momentan vor Selbstvertrauen: Anfang des Monats sicherten sich die Südamerikaner durch einen 3:1-Erfolg über Brasilien vorzeitig das Ticket zur WM 2006, dann fuhren sie in der ersten Woche des Confoderations-Cup zwei ungefährdete Siege gegen Tunesien und Australien ein. Kein Wunder, dass man sich im argentinischen Lager vor dem Duell mit der DFB-Elf erst nicht mit einer Niederlage beschäftigt.

HB NÜRNBERG. Für Jürgen Klinsmann sind sie das beste Fußball- Team der Welt, und zumindest in Sachen Selbstvertrauen ist Argentinien derzeit tatsächlich kaum zu schlagen. Vor dem brisanten Finale um den Gruppensieg beim Confederations Cup gegen Deutschland am Dienstag in Nürnberg (20.45 Uhr/ZDF) verkündete Juan Pablo Sorin den neuen Glauben der "Gauchos" an die eigene Stärke: "Wir denken nicht an Deutschland, wir denken auch nicht an Brasilien. Wir denken nur an uns. Für uns zählt nur Argentinien", sagte der Kapitän des zweimaligen Weltmeisters.

Nach den Siegen gegen die Außenseiter aus Tunesien und Australien sehen sich die Südamerikaner auch beim Klassiker gegen die DFB-Elf wie selbstverständlich in der Favoritenrolle. "Wir wollen Deutschland schlagen und den Gruppensieg perfekt machen", sagte Sorin. Der Kampf um den ersten Platz wird zum Prestige-Duell und Pokerspiel. Doch selbst die nach Brasiliens 0:1-Niederlage gegen Mexiko plötzlich entstandene Gefahr, als Gruppenprimus schon im Halbfinale auf den Weltmeister zu treffen, kann das Ensemble um Superstar Juan Román Riquelme nicht stoppen.

Spätestens seit der mit dem berauschenden 3:1 gegen Erzfeind Brasilien Anfang des Monats vorzeitig geschafften Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2006 ist bei der Mannschaft von Trainer José Nestor Pekerman wieder der landestypische Glaube der Unbesiegbarkeit eingekehrt. "Wir spüren keinen großen Druck vor dem Spiel. Wir spüren nur den Stolz, dieses Trikot tragen zu dürfen", sagte Routinier Javier Zanetti, der schon im Halbfinale sein 100. Länderspiel für die "Albiceleste" bestreiten könnte.

Angesichts von Pekermans Experimentierfreude in Personalfragen kann aber selbst der 31-Jährige von Inter Mailand nicht sicher sein, bei der Neuauflage der WM-Endspiele von 1986 und 1990 zu Argentiniens Formation zu zählen. "Einige Spieler wirkten müde. Wir müssen uns noch Gedanken über die Aufstellung machen", sagte Pekerman. Nicht einmal dem dreifachen Torschützen aus dem Australien-Spiel, Luciano Figueroa, wollte der Coach eine Einsatzgarantie geben.

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