Argentinien deutscher Gegner im Viertelfinale
„Gauchos“ ringen Mexiko nieder

Ein Traumtor von Maxi Rodriguez lässt Argentinien weiter vom dritten WM-Titel träumen. In einem mitreißenden Achtelfinalspiel auf höchstem Niveau rang das Team von Trainer José Pekerman Mexiko nach einer dramatischen Verlängerung mit 2:1 (1:1, 1:1) nieder. Damit kommt es nun am kommenden Freitag in Berlin zum Viertelfinal-Knaller Deutschland gegen Argentinien.

LEIPZIG. Für die Entscheidung sorgte in der 98. Minute ein Traumtor von Maxi Rodriguez. Der Mittelfeldspieler von Athletico Madrid nahm eine Flanke seines Kapitäns Juan Sorin am rechten Strafraumeck mit der Brust an und schoss den Ball volley in den oberen linken Torwinkel. Die Tore in der regulären Spielzeit hatten Rafael Marquez (5.) zur Führung für Mexiko und Jared Borgetti mit einem Eigentor erzielt.

Als nach 120 Minuten der Schlusspfiff ertönte, reckten die Himmelblau-Weißen jubelnd die Arme in den Leipziger Nachthimmel und Diego Maradona auf der Ehrentribüne brach in Freudentränen aus. Die Mannen in den grünen Trikots sanken dagegen ermattet und traurig zu Boden. Mexiko hatte den inzwischen als absoluten Topfavoriten auf den Turniersieg gehandelten Südamerikanern alles abverlangt. Doch Rodriguez Sonntagsschuss am Samstagabend hatte alle ihre Mühen zunichte gemacht - wie bei den drei vorangegangenen Weltmeisterschaften ist das Achtelfinale Endstation für die "Tri".

Dabei hatte Mexikos Trainer Ricardo La Volpe, der die Partie gegen seine Landsleute zum "wichtigsten Spiel meines Lebens" erhoben hatte, alles versucht, um den Achtelfinalfluch zu besiegen und endlich Eingang in den Kreis der ganz großen Fußballnationen zu finden. Er reagierte mit gleich vier Umstellungen und einer offensiveren Grundausrichtung auf die herbe Kritik nach den enttäuschenden Leistungen gegen Angola und Portugal. So mussten die beiden Verteidiger Francisco Rodriguez und Gonzalo Pineda für Andes Guardado und Jose Antonio Castro räumen. Für den Gelb-rot-gesperrten Mittelfeldakteur Luis Perez brachte der 54-Jährige mit Ramon Morales einen weiteren Stürmer. Und der zuletzt enttäuschende Omar Bravo blieb ebenfalls auf der Bank - denn Hoffnungsträger Jared Borgetti, in der WM-Qualifikation mit 14 Toren in 14 Spielen die personifizierte Torgarantie, war von seiner im Iran-Spiel erlittenen Oberschenkelverletzung genesen. Der dritte nominelle Angreifer, Jose Fonseca, übernahm die Rolle der hängenden Spitze.

Auch José Pekerman nahm zwar fünf Änderungen im Vergleich zum Spiel gegen die Niederlande vor. Doch dort hatte er einige Leistungsträger geschont. Ungewollt verzichten musste er allerdings auf Rechtsverteidiger Nicolas Burdisso wegen einer Bänderdehnung im Knie verzichten. Für den 25-Jährigen von Inter Mailand rückte überraschend Lionel Scaloni von West Ham United und nicht wie erwartet Fabrico Coloccini in die Anfangsformation. Auch Luis Gonzalez wurde nach seiner Leistenzerrung nicht rechtzeitig fit. Ansonsten vertraute er wieder der Startelf, die auch die ersten beiden Partien gegen die Elfenbeinküste und Serbien und Montenegro begonnen hatte. Sein zuletzt geschonter "1a-Sturm" mit Javier Saviola und Hernan Crespo ersetzte wie erwartet das "1b-Duo" Carlos Alberto Tevez und Lionel Messi. In der Abwehr kehrten Kapitän Juan Sorin und Gabriel Heinze für Cufre und Coloccini in die Startelf zurück.

Von Beginn an entwickelte sich eine rassige Partie mit hohem Tempo: Kein Abtasten, kein Taktieren - Vollgasfußball war das Motto. Vor allem die Mexikaner, die gegenüber ihrem Auftritt gegen Portugal nicht wieder zu erkennen waren, legten mutig und unbeeindruckt von den bisherigen als weltmeisterlich gepriesenen Auftritten der Argentinier los wie die Feuerwehr. Schon nach zwei Minuten meldete sich Mittelstürmer Jared Borgetti eindrucksvoll zurück. Nach einer Ecke zeigte er gleich, warum er zu den besten Kopfballspielern der Welt gezählt wird. "Gauchos"-Kapitän Sorin konnte den Ball gerade noch ablenken.

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