Argentinien gewinnt Auftaktspiel des Confed-Cups
Elfmeter weckt „Gauchos“

Argentinien ist mit einem knappen 2:1 (1:0)-Erfolg gegen Afrikameister Tunesien in den Confederations Cup 2005 in Deutschland gestartet. Der Turnierfavorit brachte sich dabei im Auftaktspiel der Gruppe A vor 28 000 Zuschauern im WM-Stadion Köln in der Schlussphase selbst in Schwierigkeiten, nachdem das Spiel Mitte der zweiten Halbzeit eigentlich entschieden schien.

KÖLN. Die Nordafrikaner hielten sich zu Beginn nicht lange mit großem Respekt gegen den Turnierfavoriten auf, sondern machten ernst mit der Ankündigung, die Großen bei diesem Turnier ärgern zu wollen. Aus einem dichten Fünfer-Mittelfeld spielten sie schnell nach vorne und brachten die "Gauchos" öfter ins Schwimmen als ihnen lieb sein konnte. Die ohne ihre Stars Hernan Crespo, Roberto Ayala und Juan Sebastian Veron nach Deutschland gereisten Südamerikaner gerieten gleich mehrmals in Bedrängnis, insbesondere als Rodriguez in höchster Not gegen Guemamdia rettete (5.) und Trabelsi seinen Fernschuss etwas zu hoch ansetzte (7.).

Die von so viel Respektlosigkeit Argentinier offensichtlich beeindruckten Südamerikaner benötigten schon die freundliche Hilfestellung von Karim Saidi, um sich endlich im Spiel anzumelden: Nach einem groben Schnitzer des Verteidigers von Feyenoord Rotterdam tauchte Saviola völlig frei vor Fadhel auf, scheitete aber am Torwart (11.). Doch die aktivere Mannschaft blieben auch danach die Afrikaner. Allein: Sie brachten nichts Zählbares zustande. Selbst dann nicht, als der höchstens als Torhüter Nummer drei bei den Argentiniern geltende German Lux von River Plate Buenos Aires schon fahrlässig ungeschickt gegen Guemamdia zu Werke ging und Schiedsrichter Rosetti aus Italien gar nichts anderes übrig blieb, als auf den Punkt zeigen. Mhadlebi wollte es vor den heißblütigen Fans besonders cool machen, lief im Spaziertempo auf den Punkt zu und zirkelte das Leder in die Maschen des Fangzaunes links neben dem Tor (16.).

Es war die Schlüsselszene des Spiels. Nicht, dass die Seleccion nun den Ernst der Lage erkannt hätten und endlich ernst machten. Die "Adler von Karthago" agierten zusehends flügellahmer. Und so kam es eine langweilige Viertelstunde später, wie es kommen musste. Trabelsi schubste Rodriguez so offensichtlich, dass es erneut Elfmeter gab. Riquelme verwandelte sicher zur schmeichelhaften Führung für die Pekermann-Elf.

Die Südamerikaner schienen danach von einer Last befreit. Plötzlich reihte sich eine gute Szene an die andere, im Strafraum der Tunesier kam es ein ums andere Mal zu Turbulenzen. Doch Galletti (39.) und Rodriguez (41.) vertaten auch die besten Chancen etwas leichtfertig.

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