Argentinien und Niederlande gehören klar zu Verlierern der Auslosung
„Underdogs“ bescheren WM-Börsianern Traumrenditen

Brasilien ist bei den Händlern der WM-Börse von Handelsblatt.com auch nach der Gruppenauslosung von Leipzig der Top-Favorit für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Als schärfsten Konkurrenten der Selecao im Kampf um den Titel sehen die rund 800 Marktteilnehmer knapp eine Woche nach dem Start des virtuellen Prognosemarktes Deutschland gefolgt von Argentinien und England. Das meiste Geld ließ sich seit dem Lotterie-Spektakel von Leipzig aber mit den vermeintlichen "Underdogs" verdienen.

DÜSSELDORF. Polen, Costa Rica und Ecuador - in Deutschland war nach der Auslosung der Endrundengruppen zur Fußball-WM 2006 die Rede von Glückslosen. Die Aktie des Gastgebers behauptete sich folgerichtig auf relativ hohem Niveau und pendelt weiter zwischen 33 und 36 WMark. Doch auch Titelverteidiger Brasilien kann sich nicht beklagen: Australien, Kroatien und Japan sollten für die Ballzauberer vom Zuckerhut keine unüberwindbaren Hürden auf dem Weg ins Achtelfinale sein.

Dennoch ist das Vertrauen der Händler an der WM-Börse in Brasilien nach der Gruppenauslosung in Leipzig deutlich gesunken. Die Aktie des Titelverteidigers musste in den Tagen nach dem Lotterie-Spektakel deutliche Kursabschläge hinnehmen und rutschte von Kursen knapp über 42 WMark am Freitagmorgen um fast 20 Prozent auf unter 34 WMark am Samstagmorgen ab. Begründet liegen dürfte die Kursentwicklung vor allem in den über die Gruppenphase hinaus gehenden Rechenspielen: Denn schon im Achtelfinale ist die Wahrscheinlichkeit für eine echte Knallerpaarung, die für das Parreira-Team auch zum Stolperstein werden könnte, sehr groß. "Wir werden nach der ersten Runde wohl gegen Italien oder die Tschechische Republik spielen", sagt der brasilianische Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira. Inzwischen hat sich die Aktie der Brasilianer wieder etwas erholt und klettert auf die 38-WMark-Marke zu. Sollte das Team um den Weltfußballer des Jahres, Ronaldinho, den Titel gewinnen, werden an die Aktionäre 50 WMark je Brasilien-Papier ausgeschüttet.



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Die Aussicht auf dieses angesichts des frühen Turnierzeitpunktes zweifelhafte Vergnügen hat sich aber auch auf die Kurse von Italien und insbesondere Tschechien ausgewirkt. Während die Azzuri-Titel von mehr als 10 Prozent von 22 auf 19,50 Euro nachgaben, verloren die Papiere des Team von Karel Brückner sogar mehr als 20 Prozent auf 13,50, ehe sie sich wieder auf 15 Euro erholen konnten. Dagegen gehören die beiden weiteren Mannschaften in der Gruppe E zu den Gewinnern, scheinen doch angesichts der im Vergleich zu anderen Konstellationen relativ ausgeglichenen Leistungsstärke der Mannschaften Überraschungen durchaus möglich: Die USA-Aktie legte von 6 auf 7,50 Euro zu, die des viermaligen Gewinners des Afrika-Cups, Ghana, von 4 auf zeitweise 5,50 Euro.

Klar zu den Verlierern der Auslosung gehören an der WM-Börse auch die als Mitfavorit geltenden Teams von Argentinien (von 33 auf 27 WMark) und der Niederlande (von 24 auf 20 WMark). Die Kurse mussten nicht nur der Tatsache Tribut zollen, dass beide Teams gemeinsam in Gruppe C gelost wurden. Darüberhinaus konkurrieren mit dem Afrika-Cup-Sieger von 1992, der Elfenbeinküste, und Serbien-Montenegro, das in der WM-Qualifikation immerhin die als Gruppenkopf gesetzten Spanier hinter sich ließ, weitere starke Mannschaften um die beiden Achtelfinal-Tickets. Die Papiere der beiden letzteren hielten sich nach kurzeitig stärkeren Ausschlägen bis Dienstag relativ stabil zwischen 6,50 und 5,50 WMark bzw. 7,50 und 7 WMark.

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