Argentinischer Jungstar
Alle wollen Messi

Für Lionel Messi ist ein Traum wahr geworden: Der 18-Jährige steht im Kader der Albiceleste. Argentinische Medien fordern heute gegen Serbien und Montenegro nun einen Einsatz des angeschlagenen Youngsters.

GELSENKIRCHEN. Die Nationalmannschaft aus Serbien und Montenegro steht nach der 0:1-Niederlage gegen die Niederlande vor dem heutigen Duell mit Argentinien (15.00 Uhr/live bei Premiere und ARD) unter Zugzwang. Die Albiceleste hingegen strotzt vor Selbstvertrauen. "Unser Ziel ist und bleibt Platz eins", sagt Verteidiger Roberto Ayala. Und der Siegtorschütze gegen die Elfenbeinküste, Javier Saviola, tönt: "Wir werden den Triumph gegen Serbien wiederholen."

In seiner Siegessicherheit gönnt sich der Weltmeister von 1978 und 1986 sogar Luxusprobleme. Argentiniens Kader ist so ausgeglichen besetzt, dass sich Personaldiskussionen wie ein roter Faden durch die Berichterstattung der heimischen Medien ziehen.

Heimische Medien fordern Messi

Die erste und wichtigste Forderung: Trainer Jose Pekerman soll endlich Jungstar Lionel Messi spielen lassen. Der erlitt beim Geheimtraining am Mittwoch eine leichte Knöchelverletzung, konnte aber am Donnerstag wieder mit dem Team üben. Spielen wird er aber genausowenig wie Carlos Tevez, den eine Magenverstimmung plagt. "Der Junge braucht Geduld", sagt Pekerman über Messi.

Dennoch wird der Coach eine Änderung in der Truppe vornehmen, die gegen die Ivorer 2:1 gewann. Für Esteban Cambiasso rückt Luis Gonzalez ins defensive Mittelfeld, das bestätigte Pekerman einen Tag vor der Partie. "Ich soll Roman Riquelme in der Offensive besser unterstützen als das zuletzt der Fall war und in der Defensive Bälle erobern", sagt der Profi des FC Porto.

Streitereien können Serbien und Montenegro lahm legen

Argentinien ist gewarnt. "Auch die Serben haben Klassespieler, da müssen wir aufpassen", mahnt Ayala. Speziell auf Mateja Kezman und Savo Milosevic müsse man aufpassen. "Wir müssen zuerst an die Defensive denken und dürfen nicht den Fehler machen zu glauben, dass wir schon etwas erreicht haben", sagt er. Stürmerstar Hernan Crespo, gegen die Ivorer Schütze des 1:0, meint: "Es wird mindestens so schwer wie gegen die Elfenbeinküste. Serbien hat eine physisch sehr starke Truppe."

Gegen die Niederlande war von serbischer Stärke aber nur selten etwas zu sehen. Dazu kommen teaminterne Streitereien gleich mehrerer Spieler untereinander sowie Personalsorgen. Coach Ilija Petkovic hat nach der Abreise seines Sohnes Dusan und der Verletzung von Nemanja Vidic nur noch 21 Spieler im Kader. Zu allem Überfluss zog sich Ivica Dragutinovic am Mittwoch auch noch eine Knieblessur zu. Sein Einsatz ist ungewiss. "Für uns geht es um alles oder nichts", sagt Dejan Stankovic: "Wir müssen stürmen und die Hürde Argentinien nehmen."

Disput ist ausgeräumt

Zumindest der Disput zwischen Stankovic und Abwehrrecke Mladen Krstajic ist ausgeräumt. "Die Atmosphäre ist so gut wie zuvor", sagt der Schalker vor dem Heimspiel in seiner Arena, obwohl er einräumt, "dass ich schon mal lauter werden muss". Von einem weiteren Zwist zwischen Stankovic und Danijel Ljuboja will Letzterer nichts wissen. "Wir haben kein Problem miteinander", sagt der Stuttgarter.

Trainer Petkovic bleibt trotz der Unruhe in seiner Mannschaft und der Diskussionen in der Heimat aufgrund der staatlichen Trennung optimistisch. "In unseren Köpfen ist für Gedanken ans Ausscheiden kein Platz. Wir glauben weiter an den Einzug in die zweite Runde", sagt er. Und Stankovic ergänzt: "Argentinien hat zwar eine klasse Mannschaft. Gegen die Elfenbeinküste hatte sie aber auch Probleme. Es wird verdammt hart, aber wenn wir alle das Maximale geben, können wir es schaffen."

© SID

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