Fußball
Arsenal hofft auf Initialzündung in "Königsklasse"

Nach mäßigem Ligastart wollen der FC Arsenal (gegen FC Thun) und Manchester United (beim FC Villarreal) heute in der Champions League Selbstbewusstsein tanken. Bestens gerüstet ist Juventus Turin für das Duell in Brügge.

Nachdem der FC Arsenal und Manchester United eher holprig in die Premier League gestartet sind, soll es nun in der Champions League zur Initialzündung kommen. Die Londoner müssen heute (20.45 Uhr/live bei Premiere) gegen Neuling FC Thun allerdings auf den gesperrten Nationaltorwart Jens Lehmann und den verletzten Superstar Thierry Henry verzichten. Manu trifft im ersten Gruppenspiel beim FC Villarreal auf Ex-Spieler Diego Forlan. Dagegen kann Italiens Tabellenführer Juventus Turin mit breiter Brust zum Duell der Gruppengegner von Bayern München beim FC Brügge antreten.

Cole: "Wir müssen uns steigern"

"Auf dem Papier sind wir gegen Thun klarer Favorit. Aber das hat nichts zu sagen. Wir müssen in Top-Form spielen", fordert Arsenal-Verteidiger Ashley Cole. In der Liga blieben die "Gunners" hinter den Erwartungen zurück. Nach zwei Niederlagen in vier Spielen rangiert das Team von Trainer Arsene Wenger auf Rang acht, Konkurrent Chelsea ist bereits um sieben Punkte enteilt.

"Wir müssen uns steigern, wenn wir in dieser Saison überhaupt etwas gewinnen wollen", so Cole. Der verletzte Henry (Adduktoren) fehlt allerdings noch bis Oktober. Keeper Lehmann wurde von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) für zwei Spiele gesperrt, weil er nach dem letztjährigen Achtelfinale gegen Bayern München im Spielertunnel mit Wasser in Richtung des italienischen Schiedsrichters Massimo De Santis gespritzt haben soll. Für den gebürtigen Essener wird der Spanier Manuel Almunia zwischen den Pfosten stehen.

Ajax muss nach Prag

Die Gäste aus Thun sehen in der Fahrt nach London mehr als nur einen Betriebsausflug. "Uns hat auch keiner zugetraut, dass wir uns in der Qualifikation gegen Dynamo Kiew durchsetzen", meinte Thuns Kapitän Andreas Gerber. Der Neuling hat mit 5,5 Mill. Schweizer Franken den kleinsten Etat unter Europas Top-Klubs. Im zweiten Spiel der Gruppe B empfängt Sparta Prag den niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam.

Ähnlich wie Arsenal hatte auch Manchester United Anlaufprobleme in der Premier League. Der Champions-League-Sieger von 1999 erlaubte sich am Wochenende im Derby gegen Manchester City ein 1:1 und drängt im Duell beim spanischen Klub Villarreal auf Wiedergutmachung. Zum Team der Spanier gehört neben Argentiniens Spielmacher Juan Roman Riquelme auch Angreifer Diego Forlan. Der Nationalstürmer aus Uruguay spielte bis Sommer 2004 bei Manu und war dort nur Ergänzungsspieler.

Forlan will Wiedergutmachung

In seinem ersten Jahr in Spanien platzte bei Forlan dagegen gleich der Knoten. Mit 25 Toren gewann der Blondschopf aus Südamerika gemeinsam mit Henry den "Goldenen Schuh" als Europas erfolgreichster Schütze. "Ich habe immer noch Respekt vor dem Klub Manchester United und vor den Fans. Aber ich bin nicht nur der Joker, für den mich dort einige Menschen halten", erklärte Forlan und brennt auf Wiedergutmachung. Im zweiten Spiel der Gruppe D kommt es zum Duell Benfica Lissabon gegen OSC Lille.

Ebenfalls Abschied genommen vom britischen Fußball hat Frankreichs Mittelfeld-Stratege Patrick Vieira, der nach seinem Abgang bei Arsenal mittlerweile bei Juventus Turin im Mittelfeld das Kommando übernommen hat. Die "Alte Dame" ist nach zwei Siegen aus zwei Spielen in der Liga im Soll und will nach 1996 (Elfmeterschießen gegen Ajax Amsterdam) endlich wieder auf Europas Thron. In den Jahren 1997 (gegen Borussia Dortmund), 1998 (gegen Real Madrid) und 2003 (gegen den AC Mailand) gab es jeweils schmerzliche Finalpleiten. Zum Auftakt der Gruppe A mit Bayern München und Rapid Wien reist die Elf von Trainer Fabio Capello am Mittwoch zum belgischen Meister nach Brügge.

In der Gruppe C erwartet der italienische Champions-League-Neuling Udinese Calcio im Duell der Außenseiter Panathinaikos Athen. Favoriten auf das Erreichen der nächsten Runde sind hier aber Werder Bremen und der spanische Vertreter FC Barcelona, die zeitgleich im Weserstadion aufeinandertreffen.

© SID

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