Auch Boris Becker wurde für das WM-Team des Pay-TV-Kanals verpflichtet
Claudia Effenberg geht für Premiere auf Klatschjagd

Der Sender Premiere stellt sein WM-Team vor. Neben den üblichen Verdächtigen soll Boris Becker als Fußballspion fungieren und Ex-Spielerfrau Claudia Effenberg als Spielerfraueninterviewerin-Trainee.

HB LEIPZIG. Mit dem ehemaligen Tennis-Star Boris Becker als Spion, Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus als Insider sowie Klatsch-Reporterin Claudia Effenberg geht "Premiere" in die Fußball- Weltmeisterschaft 2006. Der Bezahl-Sender gab die Verpflichtung des dreimaligen Wimbledon-Siegers Becker für sein WM-Team bekannt, dem auch noch Stefan Effenberg, Giovane Elber, Christoph Daum und Ottmar Hitzfeld angehören.

"Ich hoffe, das Fünkchen Wahrheit heraus zu bekommen, das man sonst nicht kennt", erklärte Becker zu seiner WM-Aufgabe. Der 37-Jährige setzt dabei vor allem auf seine Prominenz: "Früher Sportler, heute Journalist-ich hoffe, ich kann die Brücke schlagen." Beim Deutschen Sport- Fernsehen (DSF) war Becker das zuletzt nicht gelungen, nach schwachen Quoten wurde seine Sendung eingestellt.

"Premiere" überträgt alle 64 WM-Spiele live, davon acht exklusiv, und berichtet mittags vom deutschen Team aus Berlin. Die tägliche Pressekonferenz des DFB während der WM-Tage im kommenden Juni muss sich der Abo-Sender allerdings teilen. Mit ARD/ZDF, n-tv, N24 und Phoenix planen nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gleich fünf Fernsehsender eine Live-Übertragung der Fragestunde mit Jürgen Klinsmann und den deutschen Nationalspielern. Die WM-Pressekonferenz mit dem Bundestrainer oder einem seiner Assistenten im Berliner ICC soll jeden Tag von 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr über die Bühne gehen.

"Premiere" bringt neben einem eigenen WM-Kanal, auf dem rund um die Uhr über die Weltmeisterschaft berichtet wird, die technischen Möglichkeiten wie Highlight-Kanal, Daten-Kanal, Auswahl von 16:9- oder 4:3-Format, Konferenzschaltung und HDTV-Ausstrahlung (hoch auflösende Technik) in den Konkurrenzkampf mit den öffentlich- rechtlichen Anstalten und RTL ein. ARD und ZDF werden 48 WM-Spiele live übertragen, davon alle der deutschen Mannschaft. RTL darf acht Partien senden.

Der Bezahl-Sender will durch die teure Fußball-WM natürlich auch neue Kunden gewinnen. Nach Aussage von Vorstand Hans Mahr werde 2006 bei der Anzahl der Abonnenten "die Vier-Millionen-Grenze" angepeilt. Erstmals setzt "Premiere" dabei in der bisher als fachlich und sachlich bekannten Sport-Berichterstattung auch auf die Boulevard- Schiene, die Trainee-Reporterin Claudia Effenberg bedienen soll. "Ich hoffe, die eine oder andere Spielerfrau zu treffen. Da sind ja einige neue Gesichter dabei", sagte sie in Leipzig zu ihrer WM-Rolle.

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