Auch RTL erstmals dabei
Reichlich Fernseh-Fußball

Die TV-Berichterstattung von der Weltmeisterschaft im eigenen Land bietet für die Fans im Vergleich zu 2002 ein Schlaraffenland. 56 der 64 WM-Partien werden im kommenden Jahr live und unverschlüsselt im frei empfangbaren Fernsehen (Free TV) zu sehen sein. Mit einem Großaufgebot von Journalisten, Stars und Experten wollen ARD, ZDF und RTL ihre Live-Berichte aus den zwölf Stadien anreichern.

HB HANNOVER. Aus Japan und Südkorea waren die Fußball-Anhänger karge Kost gewohnt. Lediglich 26 WM-Spiele waren auf Grund der komplizierten Rechtevergabe in Deutschland im Free-TV zu sehen. Nur Kunden des Pay-TV-Senders Premiere erhielten das Komplett-Angebot, und Zusammenfassungen im frei empfangbaren Fernsehen waren erst Stunden später bei Sat.1 zu sehen. Im kommenden Jahr sind es hingegen nur acht Spiele, die als Live-Übertragung ausschließlich im Bezahlsender Premiere zu sehen sind.

Den Großteil der WM-Partien 2006 werden ARD und ZDF übertragen. Bereits im Mai 2004 hatten die beiden öffentlich-rechtlichen Sender für rund 230 Mill. ? die Rechte für 48 WM-Partien erworben. Darunter sind alle Spiele des deutschen Teams, das Eröffnungsmatch und alle Begegnungen vom Viertelfinale an. Dazu soll es ein umfangreiches Rahmenprogramm geben.

Erstmals dabei ist RTL. Der Kölner Privatsender darf an drei Sonntagen maximal acht Partien live zeigen. Laut Vertrag mit dem Vermarkter Infront wird RTL für geschätzte 25 Mill. ? jeweils drei Vorrundenspiele am 11. und 18. Juni 2006 übertragen. Am dritten WM-Sonntag, dem 25. Juni, will RTL zwei Achtelfinalspiele zeigen. Sollte allerdings die deutsche Nationalmannschaft an einem der Sonntage spielen, würde die Begegnung von ARD oder ZDF übertragen.

Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender ziehen wie RTL für die WM mit ihren Sendezentralen nach Berlin. Das ZDF hat sich bereits für das Sony-Center entschieden. Bei der ARD wird WDR-Programmdirektor Ulrich Deppendorf als WM-Koordinator arbeiten, Heribert Faßbender soll den sportlichen Teil leiten. Beim ZDF ist Dieter Gruschwitz für die WM zuständig. Bei RTL koordinieren Manfred Loppe als Leiter der Sportredaktion und Fußball-Chef Jörg Stieglitz die Berichterstattung.

Der Kölner Privatsender hat Günther Jauch als WM-Frontmann engagiert und Rudi Völler als Experten verpflichtet. Das ZDF setzt auf Franz Beckenbauer, den Mainzer Trainer Jürgen Klopp und den ehemaligen Schiedsrichter Urs Meier. Die ARD schickt unter anderem das bewährte Duo Günter Netzer/Gerhard Delling ins Rennen.

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