Aufatmen in Köln
Erster Sieg gegen St. Pauli

Aufatmen am Dom: Der erste Bundesliga-Erfolg seit fast fünf Monaten hat dem 1. FC Köln und Trainer Zvonimir Soldo nach zwei Startniederlagen vorerst Ruhe verschafft. Mit dem 1:0 (1:0)- Zittersieg über den FC St. Pauli holten die umformierten Kölner am Sonntag die ersten Punkte der neuen Spielzeit.
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Köln HB. Aufsteiger St. Pauli kassierte die zweite Niederlage nacheinander und hat weiter drei Punkte auf dem Konto. Der vermeintliche Ausgleich des eingewechselten Richard Sukuta-Pasu in der Nachspielzeit wurde wegen Abseits zurecht nicht gegeben. Sekunden vor dem Abpfiff köpfte der Stürmer noch über die Latte.

„Das hat viele Nerven gekostet“, gestand Kölns Coach Soldo. „Wir konnten schon in der ersten Halbzeit alles klar machen. Dann war die Mannschaft ein bisschen unsicher, das ist normal in unserer Situation. Wir haben auch viele junge Spieler. Vielleicht haben die Angst gehabt“, meinte Soldo, dessen Maßnahmen sich auszahlten. Der Coach berief nach dem 2:4 in Bremen gleich fünf neue Spieler in seine Start-Elf. In die umgebaute Vierer-Kette kehrte Pedro Geromel nach viermonatiger Verletzungspause zurück.

Ihre Bundesliga- Debüts feierten Rechtsverteidiger Andrézinho und Mittelfeldspieler Christian Clemens. Auf der Bank wieder fanden sich arrivierte Kräfte wie Torjäger Milivoje Novakovic und der zuletzt als Kapitän fungierende Kevin McKenna. Über Andrézinhos Seite leitete St. Pauli nach gutem Start seine erste Chance ein, doch Charles Takyi wurde im letzten Moment von Kevin Pezzoni entscheidend gestört (10.).

St. Paulis Trainer Holger Stanislawski musste eine von drei Umstellungen im Tor vornehmen. Die Kölner Leihgabe Thomas Kessler durfte sein erstes Bundesligaspiel bestreiten, weil Stammkeeper Matthias Hain weiter unter einer Fingerverletzung leidet. Kessler hielt gut, ärgerte sich aber: „Wir haben 25 Minuten eine zu schlechte Leistung gezeigt und uns am Ende dann nicht belohnt.“

Schon nach sieben Minuten musste Kessler den Ball erstmals aus dem Netz holen, doch Lukas Podolski stand bei seinem Treffer im Abseits. Fünf Tage nach dem EM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan an gleicher Stelle knüpfte der FC-Kapitän an seine gute Leistung an. Auch am Tor war Podolski beteiligt: Sein fulminanter Linksschuss aus 30 Metern prallte zwar vom Pfosten zurück, aber Yalcin staubte von der Strafraumgrenze aus artistisch und gedankenschnell ab.

Mit der Führung im Rücken traten die Gastgeber selbstbewusster auf und erspielten sich weitere Chancen. Clemens scheiterte erst mit einem Kopfball am Fuß von Kessler (23.), dann prüfte der 19-Jährige den Schlussmann aus 18 Metern (30.). Nach dem folgenden Eckball schoss Podolski knapp über die Latte.

Die Hamburger kamen wesentlich engagierter aus der Kabine und setzten die nun viel zu passiven Kölner unter Druck. Allerdings hatten die Gäste trotz ihrer Überlegenheit lange keine zwingenden Möglichkeiten. Den 50 000 Zuschauern in der ausverkauften Arena stockte erst der Atem, als Florian Bruns am langen Eck vorbeischoss (75.). Podolskis Heber (78.) war die erste Kölner Chance der zweiten Hälfte, doch der gute Kessler verhinderte das 2:0. Damit blieb es bis zum Schlusspfiff spannend.

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