Fußball
Aufregung um Robinho: Real erhöht auf 18 Millionen

Im Poker um die Verpflichtung von Robinho hat Real Madrid sein Angebot noch einmal erhöht und die Aufregung um den brasilianischen „Wunderstürmer“ beim Confederations Cup weiter angeheizt.

dpa MADRID/HANNOVER. Im Poker um die Verpflichtung von Robinho hat Real Madrid sein Angebot noch einmal erhöht und die Aufregung um den brasilianischen "Wunderstürmer" beim Confederations Cup weiter angeheizt.

Nach der starken Leistung des 21-Jährigen beim 3:0-Sieg der Brasilianer gegen Griechenland sei der spanische Fußball-Rekordmeister bereit, bis zu 18 Mill. Euro an den FC Santos zu zahlen, hieß es in spanischen Presseberichten. Dieses Angebot habe Club-Präsident Florentino Pérez bei einem Treffen mit Robinhos Manager Juan Figger gemacht.

"Ich weiß von nichts. Im Moment denke ich nur an die brasilianische Auswahl und es gibt keinen Grund, an etwas anderes zu denken", sagte der Angreifer nach dem Abschlusstraining in Hannover vor der Partie der "Selecao" gegen Mexiko. Dort sprach Robinho in zahlreiche Mikrofone, bestätigte aber nicht, dass seine Agenten mit Real verhandelt hätten. Der Ballkünstler hatte bereits vor einigen Tagen betont, dass die Entscheidung über seine Zukunft Sache des Vereins sei.

Das größte Hindernis für eine Verpflichtung sei die brasilianische Regierung, schrieb das spanische Sportblatt "As". Diese wolle Robinho auf jeden Fall bis zum Ende der WM 2006 bei seinem jetzigen Verein FC Santos halten und sei sogar bereit, einige Sponsoren mitzufinanzieren. Der Vertrag des Brasilianers bei dem Club des einstigen Weltstars Pelé, mit dem Robinho immer öfter verglichen wird, läuft noch bis 2008. Real Madrid will erreichen, dass der Spieler nach dem Confederations Cup erst gar nicht in seine Heimat zurückkehrt. Bis Ende Juni möchte der Verein die Verpflichtung unter Dach und Fach haben.

In der Tageszeitung "Folha de Sao Paulo" hieß es zudem, die Eltern Robinhos, Gilvan und Marina de Souza, würden in Kürze nach Portugal umziehen. Dort könnten sie in der Nähe ihres berühmten Sohnes wohnen, ohne sich an eine neue Sprache gewöhnen zu müssen. "Meine Eltern sind in Brasilien und ich weiß nicht, ob sie nach Portugal umziehen", sagte Robinho. Seine Mutter war Ende vergangenen Jahres entführt und erst nach 41 Tagen wieder freigelassen worden. Für den Fußballprofi, der ein Einzelkind ist, war dies "ein schreckliches Ereignis und eine lehrreiche Zeit, die ein tiefer Schnitt in meinem Privatleben markierte".

Carlos Alberto Parreira erklärte, er habe keine Zweifel, dass Robinho bald nach Europa wechsle und prophezeite ihm eine brillante Zukunft. "Dass sich europäische Mannschaften für Robinho interessieren, liegt sicher an seinem Unterschied zu anderen Spielern: Robinho hat etwas, was andere nicht haben", erklärte der Nationaltrainer. "Es ist das, was man in Brasilien Ginga nennt." Dabei handelt es sich um einen Ausdruck aus dem Sambatanz.

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