Auftaktsieg in EM-Qualifikation gegen Irland
„Poldi“ beschert DFB-Elf Start nach Maß

Die deutsche Nationalmannschaft ist mit dem erhofften Sieg gegen Irland in die Qualifikation zur Euro 2008 gestartet. Lukas Podolski bescherte der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw mit seinem goldenen Tor zum insgesamt hochverdienten 1:0 (0:0)-Sieg gegen Irland einen Start nach Maß. Während die neu formierte Abwehr in Stuttgart über weite Strecken überzeugte, sorgte die bei der WM so zuverlässigen Offensive gegen die kampfstarken Iren für ein Festival der vergebenen Chancen.

HB STUTTGART. In der entscheidenden Szene stand den Gastgebern 56 Tage nach dem 3:1 im WM-Spiel um Platz drei in Stuttgart gegen Portugal Glücksgöttin Fortuna zur Seite: Ein Freistoß des 21-jährigen Stürmers vom deutschen Rekordmeisters Bayern München aus 18 Metern in der 57. Minute fälschte der irische Kapitän Robbie Keane unhaltbar für den überragenden irischen Torhüter Shay Given ab. Damit gelang der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der erste Sieg gegen die Iren seit dem 22. Mai 1979 (3:1 in Dublin). Weil das Löw-Team sich zwar reihenweise gute Torchancen erarbeitete, doch im Abschluss das nötige Quentchen Glück fehlte, mussten die Zuschauer bis zur letzten Minute um den Sieg zittern. Irlands Trainer Steve Staunton musste eine Viertelstunde vor Schluss auf die Tribüne, nachdem er am Spielfeldrand eine Flasche umgetreten hatte.

„Es war ein hartes Stück Arbeit, aber wir haben sehr diszipliniert gespielt. Das Tor ist etwas glücklich gefallen, aber in so einem Spiel gibt es keinen Schönheitspreis zu gewinnen“, meinte Kapitän Michael Ballack. Auch der starke Philipp Lahm war zufrieden: „Wir haben bewiesen, dass wir auch über den Kampf so ein Spiel gewinnen können.“

Acht Wochen nach der rauschenden WM-Abschiedsvorstellung an selber Stelle gegen Portugal sorgten die 53 198 Zuschauern im ausverkauften Gottlieb-Daimler-Stadion auf den Rängen auf Anhieb wieder für weltmeisterliche Stimmung, die deutsche Mannschaft wirkte dagegen bei ihrer Rückkehr nach Stuttgart zunächst überaus nervös. Mit ihrem dicht gestaffelten Mittelfeld und ihrer Zweikampfstärke erwiesen sich die Iren zudem als äußerst unangenehmer Gegner für das Löw-Team, das fast eine halbe Stunde benötigte, um das Heft in die Hand zu bekommen. Flüssige Kombinationen blieben ebenso aus wie das schnelle und präzise Passspiel in die Spitze, das das DFB-Team beim 3:0 gegen die Schweden vor zweieinhalb Wochen noch so eindrucksvoll gezeigt hatte.

Mit einem weiteren Erfolg am Mittwoch in Serravalle gegen Fußball-Zwerg San Marino will die deutsche Mannschaft nun die von Löw zum Start in die Gruppe D geforderten sechs Punkte einfahren.

Kapitän Michael Ballack, der letztmals im WM-Halbfinale gegen Italien das DFB-Trikot getragen hatte, konnte dem Spiel gegen den 38. der Weltrangliste nicht die erhofften Impulse geben. Der Neu- Engländer stand sogar klar im Schatten von Bernd Schneider, der im Mittelfeld gekonnt Regie führte und zusammen mit Miroslav Klose auffälligster deutscher Akteur war. Podolski fehlte lange Zeit das Glück im Abschluss, ehe er im vierten Versuch mit einem von Robbie Keane abgefälschten Freistoß doch zum erlösenden 1:0 traf. Sein Nebenmann Klose hatte in der 70. Minute Pech mit einem Lattentreffer.

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