Fußball
Augsburg Titelanwärter, Darmstadt 98 Geheimfavorit

Heute startet die Regionalliga Süd in die neue Saison. Mit dem Fast-Aufsteiger der letzten Saison, FC Augsburg, gibt es nur einen Topfavoriten auf den lang ersehnten Aufstieg in die zweite Bundesliga.

Die Klassenverteilung ist klar: Während die "reiche" Regionalliga Nord bereits am letzten Wochenende in die Saison startete, beginnt die Saison für den "armen" Süden erst heute. Der Gesamtetat der 18 Süd-Vereine beläuft sich auf 25,8 Mill. Euro. Das sind zwar 750 000 Euro mehr als in der Vorsaison, aber fast zehn Mill. Euro weniger als bei den 19 Nord-Regionalligisten (35,5). Ein Nord-Süd-Gefälle wie vor Beginn dieser Spielzeit hat es in der dritten Liga noch nie zuvor gegeben.

Fragezeichen hinter Eintracht Trier

Nach einer Umfrage unter den Trainern der 18 Klubs wird auch Darmstadt 98 zu den Aufstiegs-Aspiranten gezählt. Als Top-Favorit gilt freilich der FC Augsburg, der zuletzt den Aufstieg nur ganz knapp verpasst hatte. "Wenn wir an die Erfolgsserie des Frühjahrs anknüpfen können, dann werden wir vorne landen", erklärte Augsburgs Trainer Rainer Hörgl. Zum weiteren Favoritenkreis zählen außerdem der SV Wehen, die SV 07 Elversberg sowie die TSG Hoffenheim.

Eine große Unbekannte ist Eintracht Trier mit ihrem neuen Trainer Michael Prus nach dem Abstieg aus der zweiten Bundesliga. Die Moselstädter mussten ihren Etat von 4,5 Mill. Euro auf 1,8 Mill. senken und rangieren damit nur im Mittelfeld der Liga. Mit 3,5 Mill. Euro liegt der FC Augsburg auf Platz eins. Nach der abgewendeten Insolvenz plant Jahn Regensburg mit Teammanager Mario Basler, der auch wieder selbst eingreifen will, mit drei Mill. Euro und hat seinen Etat, genau wie der VfR Aalen (2,5), um je 500 000 Euro erhöht.

Martin Driller bekanntester Neuzugang

Die spektakulärste Verpflichtung meldete ausgerechnet Aufsteiger Spvgg Bayreuth mit Ex-Profi Martin Driller. Der 35 Jahre alte Angreifer, der 138 Erstliga- und 145 Zweitligaspiele auf dem Buckel hat, startete seine Karriere Ende der achtziger Jahre bei Borussia Dortmund. Den größten Umbruch leitete die TuS Koblenz ein: 15 Spieler kamen, 14 Akteure verließen den Verein. Dort hat Stefan Kuntz, Europameister von 1996, als Manager die Arbeit aufgenommen.

Nicht nur bei der Höhe der Etats, sondern auch im Zuschauer- Zuspruch hinkt der Süden hinter dem Norden her. In der letzten Spielzeit kamen 2 342 Besucher im Schnitt. Zum Vergleich: In der Regionalliga Nord sahen im Schnitt 4 516 Besucher die Partien.

© SID

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